Skarinou
Skarinou ist ein kleines, traditionsreiches Dorf im Bezirk Lárnaka, rund 30 km vom Flughafen Lárnaka entfernt. Es liegt im Landesinneren an der Strecke Richtung Tróodos und Lefkara, inmitten grüner Hügel mit Blick aufs Meer. Bekannt ist der Ort für seine verzierten Steinhäuser und ruhige Ferienhausunterkünfte abseits des Massentourismus.
| Bezirk | Lárnaka |
| Lage | Landesinneres, Richtung Tróodos/Lefkara |
| Entfernung Flughafen | ca. 30 km von Lárnaka |
| Einwohner | rund 400 (stark gewachsen seit 2000) |
| Bekannt für | Steinhäuser, Ferienhäuser, Ruhe und Idylle |
| Unterkunft | Ferienhäuser statt großer Hotels |
Skarinou ist ein hübsches, kleines Dorf im Bezirk Lárnaka. Vom internationalen Flughafen Lárnaka ist der im Landesinneren gelegene Ort etwa 30 Kilometer entfernt. Der nächstgelegene „größere“ Ort ist Kofinou, rund 4 Kilometer westlich. Skarinou selbst wird aber auch nach und nach größer: Von etwas über 200 Einwohnern zur Jahrtausendwende ist das Dorf bis 2011 auf knapp 400 Bewohner gewachsen. Denn der idyllische Ort wird wegen seiner Schönheit – die meisten Häuser sind verzierte Steinhäuser nach traditioneller zyprischer Bauart – und seiner Lage inmitten grüner Hügel mit Blick aufs Meer zunehmend von Urlaubern entdeckt.
Wo liegt Skarinou und wie kommt man hin?
Skarinou liegt im Landesinneren des Bezirks Lárnaka, etwa 30 Kilometer vom Flughafen entfernt. Der Ort ist ein guter Zwischenhalt auf dem Weg ins Tróodos-Gebirge oder zu den Spitzendörfern rund um Lefkara. Am bequemsten erreichst du ihn mit dem Mietwagen, da die Bergstraßen und die kleinen Dörfer der Umgebung sich so am freiesten erkunden lassen.
Welche Rolle spielte die alte „Station“?
In vortouristischen Zeiten war Skarinou auf der Insel vor allem als Zwischenstopp auf der Straße von Limassol nach Nikosía bekannt. Ab den 1960er Jahren gab es hier zwei Tankstellen. Es war fast schon Tradition, dass Reisende in Skarinou hielten, um zu tanken, einen Kaffee zu trinken und die Umgebung zu genießen. Bewohner der umliegenden Dörfer kamen oft zur „Station“, wie der Ort damals genannt wurde, und organisierten Feste am Straßenrand. Nach Eröffnung der schnelleren Straßenverbindung 1983 verlor die „Station“ an Bedeutung, Restaurants und Tankstellen mussten schließen. Erst im 21. Jahrhundert gewann Skarinou wieder an Bedeutung.
Was kann man in und um Skarinou unternehmen?
Heute kommen vor allem Gäste, die die Ruhe und Idylle des Dorfes schätzen und sich für Kultur und Natur Zyperns interessieren. Die Gegend um Skarinou lädt zum Wandern und zur Vogelbeobachtung ein – für ihren Vogelreichtum war die Region einst berühmt. Wer mehr Natur sucht, ist von hier rasch im Tróodos-Gebirge und auf dessen markierten Wegen. Weitere Dörfer in der Umgebung wie das benachbarte Tochni und Kalavasos lassen sich gut in einen Ausflug einbinden.
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es im Dorf?
In Skarinou selbst ist – neben der alten Station an der ausrangierten Straße – die schmucke Kirche Panagia i Odigitria aus den 1950er Jahren die bedeutendste Sehenswürdigkeit. Auch die Kapellen des Agios Georgios und des Apostels Lukas sind sehenswert. Weil große Hotels fehlen und Gäste meist in traditionellen Ferienhäusern wohnen, bleibt das Dorf authentisch und ruhig.
Wie liegt Skarinou in der Landschaft?
Skarinou liegt auf etwa 190 Metern Höhe an den Hängen einer sanften Hügellandschaft. Das Dorf sitzt im Verkehrsdreieck zwischen Nikosía, Limassol und Lárnaka, ist aber wegen der Umgehungsstraße so ruhig geblieben. Nach der Volkszählung von 2001 hatte es 238 Einwohner. Den Mittelpunkt bildet die große Kirche, die das Dorf überragt und von fast allen Punkten zu sehen ist. In der Nähe liegen die Orte Tochni und Kalavasos, die sich für einen gemeinsamen Ausflug anbieten.
Was ist die Geschichte der Panagía-Odigítria-Kirche?
Die Kirche der Panagía Odigítria, der „Wegweisenden Jungfrau“, ersetzte eine ältere Kirche am Ostrand des Dorfes, die abgerissen wurde. Gebaut wurde die neue Kirche von 1950 bis 1953. Ikonostase, Altar und der bischöfliche Thron bestehen aus heimischem Nussholz, die Dorfgemeinschaft zahlte dem Handwerker Berichten zufolge mit Johannisbrot. Das Kirchenfest feiert Skarinou am 8. September. Zu dieser Zeit ist im Dorf deutlich mehr los als sonst.
Was gibt es außer der Kirche zu sehen?
- Kapelle Ágios Geórgios: eine kleine, schlichte Kirche, die bis 1950 als Mädchenschule diente. Als die alte Panagía-Kirche abgerissen wurde, kam ihre Ausstattung hierher.
- Kapelle des Apostels Lukas: die zweite Kapelle im Dorf.
- Alter Brunnen: er steht im Zentrum der Gemeinde.
- Die „Station“: Die ehemalige Raststätte an der alten Straße zwischen Limassol und Nikosía.
- Handarbeit: In kleinen Läden gibt es Lefkaritika-Stickereien aus der Region.
Wie nutzt du Skarinou als Standort für Ausflüge?
Das Dorf eignet sich als Quartier, wenn du abseits der Küste wohnen und von dort Ziele im Landesinneren erreichen möchtest. Mit dem Mietwagen sind es in alle Richtungen kurze Fahrten: zu den Dörfern und Minen um Kalavasos, zu den Spitzendörfern bei Lefkara und in die Vorberge des Tróodos. Auch die Steinzeitsiedlung Choirokoitía liegt in der Nähe und lässt sich in einem Tagesplan unterbringen. Wie weit die einzelnen Ziele genau entfernt sind, prüfst du am besten mit der Navigation. Informationen zum Mietwagen findest du auf der Seite Mietwagen.
Was erwartet dich bei einem ruhigen Dorfurlaub?
Große Hotels fehlen, Gäste wohnen in Ferienhäusern oder restaurierten Steinhäusern. Das bedeutet: Cafés, Restaurants und Läden sind überschaubar, und abends ist wenig los. Kaufe Grundnahrungsmittel in der Umgebung oder im nahen Kofinou ein, das rund vier Kilometer entfernt liegt, und plane Mahlzeiten voraus. Wer gerne wandert oder Vögel beobachtet, findet in den Hügeln ausreichend Gelegenheit. Im Hochsommer solltest du lange Wanderungen auf den frühen Morgen legen, denn im Inland wird es tagsüber sehr heiß.
Wann ist die beste Zeit für Skarinou?
Frühling und Herbst sind ideal: Die Hügel sind im März und April grün, im Oktober und November sind die Temperaturen angenehm für Wanderungen. Im Sommer wird es im Landesinneren heiß, hier lohnt der Wechsel zwischen Dorf und Strand an der Küste, die nur eine halbe Autostunde entfernt liegt. Zum Kirchenfest am 8. September ist das Dorf lebendiger, dafür sind Parkmöglichkeiten rar. Wer Ruhe sucht, wählt eine Woche außerhalb der Ferienzeiten.
Ein Wort zur Anreise: Vom Flughafen Lárnaka bist du mit dem Mietwagen in rund einer halben Stunde im Dorf. Den Weg zu Fuß oder mit Bus zu planen, ist mühsam, öffentliche Verbindungen im Landesinneren sind begrenzt.
Wie wirkt sich die Lage an der Verkehrsachse aus?
Skarinou liegt an der Achse, die Nikosía, Limassol und Lárnaka verbindet. Bis die schnellere Straße 1983 eröffnet wurde, war der Ort ein bekannter Rastplatz, und Tankstellen sowie Lokale lebten vom Durchgangsverkehr. Heute rauscht der Verkehr an der Autobahn vorbei, im Dorf selbst bleibt es ruhig. Dadurch erreichst du das Dorf schnell, ohne dass du Lärm und Abgase in den Gassen ertragen musst. Für Spaziergänge am Abend ist das ein klarer Vorteil.
Häufige Fragen zu Skarinou
Gibt es in Skarinou große Hotels?
Nein. Große Hotels gibt es hier nicht. Gäste wohnen überwiegend in traditionellen Steinhäusern und Ferienhäusern, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen.
Wie weit ist Skarinou vom Flughafen Lárnaka?
Der Flughafen Lárnaka liegt etwa 30 Kilometer entfernt. Mit dem Mietwagen ist der Ort in rund einer halben Stunde gut erreichbar.
Lohnt sich Skarinou für Naturfreunde?
Ja. Die hügelige Umgebung ist ideal zum Wandern und Vögel beobachten, und das Tróodos-Gebirge ist von hier aus schnell erreicht.
Passend dazu: Léfkara und die Lefkaritika-Spitze.
Wer das ursprüngliche Zypern sucht, ist in Skarinou gut aufgehoben. Eine Pauschalreise nach Zypern bringt dich auf die Insel, von dort erkundest du den Bezirk Lárnaka und weitere stille Dörfer im Landesinneren. Aktuelle Reisehinweise findest du beim Auswärtigen Amt.












