Kakopetriá
Kakopetriá ist ein malerisches Bergdorf im Tróodos-Gebirge, rund 670 Meter hoch im grünen Solea-Tal gelegen. Berühmt ist sein denkmalgeschützter alter Ortskern, der sich auf einem Berggrat über dem Fluss zieht: dicht gedrängte Natursteinhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Rund um das Dorf laden byzantinische Kirchen wie Agios Nikoláos tis Stegis zu Besichtigungen ein.
| Lage | Solea-Tal, Tróodos-Gebirge, Bezirk Nikosía |
| Höhe | ca. 670 m über dem Meer |
| Einwohner | ca. 3.000 |
| Bekannt für | historische Altstadt am Fluss, byzantinische Kirchen, Sommerfrische |
| Nächster Flughafen | Larnáka (LCA), ca. 1,5 Std. mit dem Auto |
| Beste Reisezeit | Frühjahr–Herbst |
Was macht Kakopetriá besonders?
Kakopetriá liegt im grünen Solea-Tal des Tróodos-Gebirges auf rund 670 Metern Höhe und ist eines der schönsten Bergdörfer Zyperns. Sein Herzstück ist der denkmalgeschützte alte Ortskern, der sich auf einem Berggrat oberhalb des Flusses hinzieht. Dort liegen dicht an dicht aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammende Häuser aus Naturstein und Lehmziegeln, die sich förmlich aneinanderkuscheln – ein gut erhaltenes Stück altes Zypern, durch das man entspannt schlendern kann.
Wie das mondäne Páno Plátres ist auch Kakopetriá ein beliebter Sommerurlaubsort. In der heißen Jahreszeit suchen viele Einwohner aus Nikosía hier oben Zuflucht vor der drückenden Hitze der Ebene. Am Dorfplatz brodelt dann das Leben, und der Nachbarort Galatá ist mit dem nördlich gelegenen Kakopetriá inzwischen beinahe zusammengewachsen.
Woher hat Kakopetriá seinen Namen?
Der Name bedeutet so viel wie „schlechter Fels“, und dahinter steckt eine alte Sage. Oberhalb des Ortes soll es einst einen Felsen gegeben haben, dem man Glück bringende Eigenschaften nachsagte. Eines Tages ging ein frisch verheiratetes Paar zu diesem Felsen, um seinen Segen zu empfangen. Doch der Fels war den beiden nicht zugetan: Er kam plötzlich ins Rollen – vielleicht durch ein Erdbeben – und erschlug die Liebenden. Seither trägt der Ort seinen heutigen Namen. Den Felsen, Petra tou Androginou genannt, kann man noch heute sehen, inzwischen allerdings sicher auf einem Fundament aus Beton verankert.
Welche Kirchen kann man in Kakopetriá besichtigen?
Rund um Kakopetriá gibt es insgesamt sechs byzantinische Kirchen zu besichtigen, von denen vier aus dem frühen 16. Jahrhundert stammen. Zwei davon zählen zu den Höhepunkten des Tróodos:
- Agios Nikoláos tis Stegis liegt rund 3 km südwestlich am Ufer des Klarios. Der Name „Heiliger Nikolaus auf dem Dach“ erklärt sich von selbst, denn das Dach ist wirklich gewaltig. Die Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert, Vorhalle und Kuppel aus dem 12. Jahrhundert; ein Teil der Fresken reicht in die Entstehungszeit zurück, andere stammen aus dem 17. Jahrhundert. Im Narthex sind ein Jüngstes Gericht und die 40 frierenden Märtyrer von Sebaste zu sehen, dazu eine seltene Darstellung der Maria, die dem kleinen Jesus die Brust gibt.
- Panagía Eleousa Podithou liegt rund 2 km nördlich in einem Hain an der Straße nach Nikosía. Sie wurde 1502 gestiftet; die Fresken im Inneren folgen nicht der strengen byzantinischen Tradition, sondern zeigen, von der italienischen Renaissance beeinflusst, perspektivische Darstellungen und Personen mit individuellen Gesichtern.
Diese Kirchen gehören zum reichen Bestand der byzantinischen Tróodos-Sakralbauten, von denen mehrere zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.
Wie komme ich nach Kakopetriá?
Kakopetriá liegt im Inselinneren und ist am besten mit dem Mietwagen zu erreichen. Vom Internationalen Flughafen Larnáka (LCA) fährt man rund 1,5 Stunden über die Bergstraßen ins Solea-Tal hinauf, von der Hauptstadt Nikosía ist man in etwa einer Stunde dort. Da öffentliche Busse die Tróodos-Dörfer nur eingeschränkt anfahren, ist ein eigenes Fahrzeug die bequemste Wahl. Wer mehr von den Bergen sehen möchte, kombiniert Kakopetriá gut mit dem nahen Weindorf Ómodos oder dem Höhenort Páno Plátres.
Häufige Fragen zu Kakopetriá
Was bedeutet der Name Kakopetriá?
Der Name bedeutet „schlechter Fels“. Einer Sage nach erschlug ein ins Rollen geratener Felsen, dem man Glück nachsagte, ein frisch verheiratetes Paar – seither trägt der Ort diesen Namen. Der Fels (Petra tou Androginou) ist heute betoniert noch zu sehen.
Was kann man in Kakopetriá besichtigen?
Sehenswert sind vor allem der denkmalgeschützte alte Ortskern mit seinen Natursteinhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert und die byzantinischen Kirchen der Umgebung, allen voran Agios Nikoláos tis Stegis aus dem 11. Jahrhundert.
Wie hoch liegt Kakopetriá?
Kakopetriá liegt auf rund 670 Metern Höhe im Solea-Tal des Tróodos-Gebirges. Die Höhenlage macht den Ort im Sommer zu einer angenehm kühlen Sommerfrische, in die viele Zyprer der Hitze der Ebene entfliehen.
Wie komme ich nach Kakopetriá?
Am bequemsten mit dem Mietwagen: Vom Flughafen Larnáka sind es rund 1,5 Stunden, von Nikosía etwa eine Stunde. Öffentliche Busse fahren die Tróodos-Dörfer nur eingeschränkt an.
Vergleiche aktuelle Pauschalreisen nach Zypern und kombiniere sie mit einem Abstecher ins Tróodos-Gebirge. Stöbere durch weitere Orte und Dörfer der Insel wie das nahe Ómodos. Offizielle Reise- und Sicherheitshinweise findest du beim Auswärtigen Amt.











