Pétra tou Romioú

Pétra tou Romioú

Eine Magisterarbeit oder Dissertation könnte man über diesen Flecken Erde schreiben. Über das Phänomen, wie ein, wenn auch reizvolles, Fleckchen Erde zum touristischen Anziehungspunkt wurde. Die Felsformationen, die neben der Straße von Páfos nach Limassol im Meer liegen, sind schon ungewöhnlich, aber nicht außergewöhnlich spektakulär. Der „Fels der Griechen“, was Pétra tou Romioú bedeutet, geht auf die Legende um den byzantinischen Helden Dighenis zurück. Der schleuderte den arabischen Eindringlingen riesige Felsbrocken entgegen und zerstörte so ihre Flotte. Auch habe Aphrodite, angetan von der Schönheit der Landschaft, hier die Fluten verlassen, um auf immer an diesem Ort zu wohnen.

Eine Engländerin wollte den realistischen Kern dieser Legende aufdecken und fand heraus: Im Herbst, wenn das Meer wild gegen die Felsen schlägt, fliegt der gelb-weiße Schaum der Wogen weit ins Land hinein, bleibt an den Ästen der Bäume hängen, wo er bizarre Formen wie Gewänder oder wie Gestalten bildet, denn: „An den Felsen des Strandes von Páfos sammelt sich zuweilen, vermischt mit winzigen toten Schalentieren, ein bestimmter Seetang, der einen hell glänzenden Schaum erzeugt.“

Eigenartig ist auch die Tatsache, dass die Felsen nicht mit dem Küstengestein übereinstimmen. Man kann sich das nur so erklären, dass sie weit oben vom Abhang herunter gerollt sind – was für ein Getöse muss das gewesen sein! Wie es an einem solchen magischen Ort nicht anders sein kann, steht auch hier ein Wunschbaum, über und über mit Taschentüchern und Stofffetzen behängt. Der Sage nach werden Frauen, die hier bei Vollmond baden, mit überirdischer Schönheit gesegnet (Aphrodites‘ Symbol war der Mond). Die Sage verspricht auch demjenigen, der dann dreimal um diesen Felsen herumschwimmt, ewige Jugend. Die Sage verrät uns aber leider nicht, wie oft man dreimal um diesen Felsen herumschwimmen muss …


  • Hinkommen: Auf der landeinwärts gelegenen Straßenseite parken. Links neben dem Restaurant/Kiosk geht man dann über eine Treppe zu einer Unterführung, die unter der Straße hindurch zum Strand führt.


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