Bäder des Adonis
Die Bäder des Adonis sind versteckte Wasserfälle und smaragdgrüne Naturbecken im Hinterland von Páfos. Zwei rund zehn Meter hohe Kaskaden stürzen hier in zwei Teiche – ein idyllischer, an den Adonis-Mythos geknüpfter Ort, an dem das Baden ausdrücklich erlaubt ist.
| Lage | ca. 2 km nordwestlich des Dorfes Kili, 12 km von Páfos |
| Typ | zwei Wasserfälle (ca. 10 m) mit smaragdgrünen Naturbecken |
| Mythos | Badeplatz von Adonis und Aphrodite |
| Erschlossen seit | 1996 über eine Straße zugänglich |
| Baden | erlaubt – mit Tauen zum Hineinschwingen |
| Anfahrt | Jeep empfohlen, Eintritt kostenpflichtig |
Was macht die Bäder des Adonis so besonders?
Im Gegensatz zu den weitaus bekannteren Bädern der Aphrodite liegen die Bäder des Adonis abgeschieden im grünen Hinterland von Páfos und sind vielen Besuchern völlig unbekannt. Erst seit 1996 sind sie über eine Straße zu erreichen, und lange Zeit waren sie auf kaum einer Karte verzeichnet. Bis heute werden sie nur von wenigen Jeepsafari-Veranstaltern angefahren und von den großen Ausflugsbussen gemieden – was gerade ihren Reiz ausmacht.
Im Herzen der Anlage stürzen zwei rund zehn Meter hohe Wasserfälle in zwei smaragdgrüne, von Felsen umrahmte Teiche. Bereitliegende Taue laden dazu ein, sich wie Tarzan von Fels zu Fels oder direkt ins Wasser zu schwingen. Anders als an den Bädern der Aphrodite ist das Baden hier ausdrücklich erlaubt – ein erfrischendes Erlebnis nach der staubigen Anfahrt.
Welche Legende ist mit dem Ort verbunden?
Die Mythologie rund um dieses Gewässer erzählt von den Freuden der Liebe: Adonis, der schöne Jüngling und Geliebte der Aphrodite, soll hier nach den Stunden der Zweisamkeit mit der Göttin gebadet haben. Dem Wasser werden seit jeher besondere Kräfte nachgesagt – bei Frauen verstärke es das Weibliche, bei Männern das Männliche, und allgemein gelte es als seelenheilend. Selbst die Form der Becken wird gern gedeutet: Das längliche obere Becken mit seinem bewachsenen Umfeld erinnere aus der Luft an ein Liebespaar.
Solche Geschichten gehören hier zum Besuch dazu. Der Kassenwart erzählt sie mit sichtlicher Freude und verbindet die antike Sage mit der atmosphärischen Kulisse aus Fels, Wald und Wasser.
Lohnt sich der Besuch und worauf sollte man achten?
Auf einer Strecke von fünf bis sechs Kilometern flussaufwärts soll es noch viele weitere schöne Wasserbecken geben, von denen nach und nach weitere zugänglich gemacht werden. Vom Vordringen in den oberen, unerschlossenen Teil der Schlucht wird jedoch dringend abgeraten: Dort lauern Schlangen, teils giftige, und das Gelände ist steil und rutschig. Wer auf den markierten Bereichen bleibt, ist auf der sicheren Seite.
Am stimmungsvollsten ist das Licht morgens gegen neun Uhr, wenn die Sonne flach durch das Tal fällt und das Wasser besonders intensiv leuchtet. Der Ort lässt sich gut mit anderen Naturerlebnissen der Region und einem Besuch der Stadt Páfos verbinden.
Wie kommt man zu den Bädern des Adonis?
Die Bäder liegen rund zwei Kilometer nordwestlich des Dorfes Kili und etwa zwölf Kilometer von Páfos entfernt. Erreichen kann man sie über die Dörfer Kili oder Tala oder über die Landstraße, die zum Dorf Akoursós führt. Die letzten Kilometer sind unbefestigt und holprig, weshalb sich ein Jeep oder zumindest ein höhergelegtes Fahrzeug empfiehlt. Der Eintritt ist kostenpflichtig.
Wer die Anfahrt nicht selbst übernehmen möchte, bucht den Besuch am besten als geführte Jeepsafari oder im Rahmen einer Pauschalreise – das nimmt die Sorge um die schwierige Piste und führt direkt zu diesem versteckten Naturjuwel.
Häufige Fragen zu den Bädern des Adonis
Darf man in den Bädern des Adonis baden?
Ja, anders als an den Bädern der Aphrodite ist das Baden hier ausdrücklich erlaubt. Bereitliegende Taue laden sogar dazu ein, sich ins Wasser zu schwingen.
Braucht man einen Jeep für die Anfahrt?
Die letzten Kilometer sind unbefestigt und holprig, sodass ein Jeep oder ein höhergelegtes Fahrzeug klar empfehlenswert ist. Bequemer ist eine geführte Jeepsafari ab Páfos.
Wann ist die beste Besuchszeit?
Morgens gegen neun Uhr ist das Licht am stimmungsvollsten, dann leuchten die smaragdgrünen Becken besonders intensiv. Auch zur Mittagshitze sind die schattigen Wasserfälle eine willkommene Erfrischung.















