Bäder der Aphrodite
Die Bäder der Aphrodite sind eine natürliche Grotte mit Quellbecken nahe Polis im Westen Zyperns. Der Sage nach badete hier die Liebesgöttin Aphrodite. Der idyllische Ort ist zugleich Ausgangspunkt der schönsten Wanderwege auf der Halbinsel Akámas.
| Lage | am Westende der Bucht von Chrysochou, ca. 8 km westlich von Polis |
| Typ | natürliche Grotte mit Quellbecken unter Felsüberhang |
| Mythos | Badeplatz der Liebesgöttin Aphrodite |
| Bedeutung | Startpunkt der Akámas-Wanderwege (Aphrodite & Adonis Trail) |
| Baden | im Becken verboten – nur ansehen |
| Eintritt | frei, Parkplatz und Besucherzentrum vorhanden |
Was erwartet dich an den Bädern der Aphrodite?
Vom Parkplatz am Besucherzentrum führt ein schmaler, gepflasterter Weg in wenigen Minuten zu diesem sagenumwobenen Ort. Unter einem schattigen Felsüberhang sammelt sich das Wasser einer Quelle in einem kleinen, von Farnen und Feigenbäumen umwachsenen Becken. Die ganze Szenerie wirkt wie eine grüne Grotte – still, kühl und überraschend versteckt am Westende der Bucht von Chrysochou. Es ist ein kurzer, aber stimmungsvoller Abstecher, der sich wunderbar mit einer längeren Wanderung verbinden lässt.
Baden ist hier ausdrücklich verboten. Die strengen Schilder „Do not enter the pool“ und „Please do not swim“ gehen aufs 19. Jahrhundert zurück, als die Leute reihenweise in das Becken sprangen in der Hoffnung, sich zu verjüngen. Heute schützt das Verbot das empfindliche Naturdenkmal.
Welche Legende steckt hinter dem Ort?
Der Sage nach badete an dieser Quelle die nackte Aphrodite, als Akámas – der Sohn des Theseus – sie überraschte. Aus der Begegnung wurde eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, die jedoch ein böses Ende nahm: Eine Frau, die personifizierte Verleumdung, verriet die beiden bei den olympischen Göttern, und Aphrodite musste auf den Olymp zurückkehren. Nach diesem Akámas ist bis heute die ganze Halbinsel benannt.
Bis heute hält sich der Glaube, dass ein Schluck aus der Quelle jugendliche Schönheit und Kraft verleihe und sofort verliebt mache. Geografisch ist mit dem mystischen Liebesquell allerdings möglicherweise eine weiter westlich gelegene Meeresbucht gemeint, die Fontana Amorosa, die viele Einheimische für die eigentliche Liebesquelle halten. Welche Quelle die richtige ist, bleibt offen – wer ganz sichergehen will, probiert eben an beiden Stellen (und wer auf seine Gesundheit achtet, an keiner von beiden, denn das Wasser ist kein Trinkwasser).
Warum sind die Bäder der Aphrodite ein idealer Wanderstart?
Der eigentliche Reiz des Ortes liegt darin, dass hier die schönsten Wanderwege der Halbinsel Akámas beginnen. Direkt am Becken zweigen der Aphrodite Trail und der Adonis Trail ab – zwei gut markierte Rundwege, die durch lichten Pinienwald hinauf zu Aussichtspunkten mit weiten Blicken über die Bucht von Chrysochou und das tiefblaue Meer führen. Unterwegs passiert man die Ruine des mittelalterlichen Wachturms Pyrgos tis Rigainas und uralte Eichen.
Wer die Wege ausführlich erkunden will, sollte früh starten: Die beste Fotografierzeit für die Naturschönheiten auf der ersten Wanderhälfte sind die Vormittagsstunden, denn nachmittags liegen die tief unten liegenden Buchten im Schatten. Von hier aus ist es außerdem nicht weit zur dramatischen Avgás-Schlucht, sodass sich beide Ziele gut an einem Tag verbinden lassen.
Wie kommt man zu den Bädern der Aphrodite?
Die Bäder der Aphrodite liegen rund acht Kilometer westlich des Städtchens Polis am Ende der Küstenstraße. Von Polis aus folgt man der gut ausgebauten Straße in Richtung Latchi und immer weiter nach Westen, bis sie am großen Parkplatz mit Besucherzentrum endet. Anders als zu vielen anderen Zielen der Halbinsel braucht man hierfür keinen Geländewagen – ein normaler Mietwagen reicht völlig.
Der Besuch selbst ist kostenlos. Wer ohne eigenen Wagen unterwegs ist, erreicht den Ort am bequemsten im Rahmen einer organisierten Tour oder Pauschalreise, da die Region zu den beliebtesten Ausflugszielen im Westen Zyperns zählt.
Häufige Fragen zu den Bädern der Aphrodite
Darf man in den Bädern der Aphrodite baden?
Nein. Das Baden im Quellbecken ist seit dem 19. Jahrhundert verboten und durch Schilder ausdrücklich untersagt. Der Ort ist ein geschütztes Naturdenkmal und nur zum Ansehen gedacht.
Wie lange dauert der Besuch?
Der Weg vom Parkplatz zum Becken dauert nur wenige Minuten. Wer den Ort mit dem Aphrodite- oder Adonis-Wanderweg verbindet, sollte je nach Route zwei bis vier Stunden einplanen.
Lohnt sich der Besuch auch ohne Wanderung?
Ja, allein die schattige Grotte mit dem Quellbecken und der Mythos machen den kurzen Abstecher reizvoll. Den größten Reiz entfaltet der Ort aber als Startpunkt der Akámas-Wanderwege.














