Scheunendachkirchen

Die Scheunendachkirchen des Tróodosgebirges

Zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Zyperns zählen sicher die kleinen Kirchen des Tróodos-Gebirges, die sogenannten Scheunendachkirchen.

Ihren Namen erhielten sie von den lang herunter gezogenen Satteldächern, die den Kirchen das Aussehen von Scheunen geben. Die Expertenwelt ist sich nicht einig darüber, ob die Ziegeldächer der Kirchlein eine zyprische Erfindung sind oder ob sie Ende des 12. Jh. mit den Franken ins Land kamen. Man vermutet aber, dass die steilen Dächer wie ein Schutzschild über die ursprünglichen Kirchenkuppeln gelegt wurden, um sie gegen die extreme Witterung der Gebirgsregion zu schützen.

Insgesamt gibt es mehr als 25 Kirchen mit gut erhaltenen Wandmalereien im Tróodos. Durch die Scheunendächer und die damit verbundene gute Luftzirkulation im Kircheninneren ist der eigentliche Reichtum der Kirchen – die Fresken – bis heute außerordentlich gut erhalten geblieben.

  • Im Tróodos gibt es neun byzantinische Scheunendachkirchen, die in die offizielle Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden sind:
  • Agios Ioánnis Lampadistís in Kalopanagiótis: drei Kirchen aus dem 11. bis 18. Jh. unter einem Dach.
  • Agios Nikoláos tis Stegis südlich von Kakopetriá
  • Panagía Theotókos und Panagía Eleousa Podithou in Galatás
  • Archangelos Michael in Pedoulás
  • Panagía tou Moutoullás, die älteste der Scheunendachkirchen
  • Panagía tou Asínou (Panagía Forviótissa) mit der prächtigsten Ausmalung aller neun Kirchen
  • Panagía tou Arakou in Lagouderá aus dem 12. Jh. mit beachtenswerten Fresken, unter anderem einem Letzten Abendmahl
  • Timios Stavros tou Agíasmáti in Peléndri: das Kirchlein aus dem 14. Jh. ist die abgelegenste der Scheunendachkirchen


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