Panagía Chrysorogiatíssa
Die Panagía Chrysorogiatíssa ist ein orthodoxes Kloster bei Páno Panagiá im Tróodos-Gebirge. Auf eine Gründungslegende aus dem 12. Jahrhundert zurückgehend, erhielt es seine heutige Gestalt bei der Restaurierung von 1770. Berühmt ist das idyllisch gelegene Kloster für seine wundertätige Marienikone und für die klostereigene Weinkellerei der Marke Monte Royia.
| Lage | ca. 2 km außerhalb von Páno Panagiá, Tróodos-Gebirge (Region Páfos) |
| Typ | orthodoxes Kloster mit Weinkellerei und byzantinischem Museum |
| Geschichte | Gründungslegende 12. Jh., umfassend restauriert 1770 |
| Highlights | wundertätige Marienikone, Innenhof mit Blütenpracht, byzantinisches Museum |
| Weingut | klostereigene Weine der Marke Monte Royia (Weiß, Rot, Rosé) |
| Anfahrt | am besten mit dem Mietwagen über die Bergstraßen des Tróodos |
Was ist die Panagía Chrysorogiatíssa?
Rund zwei Kilometer außerhalb von Páno Panagiá liegt dieses Kloster, dessen zungenbrecherischer Name auf eine schöne Bedeutung zurückgeht. „Rogia“ bedeutet Granatapfel und „chryso“ golden – übersetzt heißt der Name also „Jungfrau vom goldenen Granatapfel“. Die Klosteranlage geht auf eine Gründungslegende des 12. Jahrhunderts zurück; ihre heutige Gestalt erhielt sie, als Panáretos, Bischof von Páfos, sie 1770 völlig restaurieren ließ.
Heute empfängt einen hier eine idyllische Atmosphäre. Das Kloster, von Wäldern umgeben und an einem Berghang gelegen, lädt zum Verweilen ein. In der kleinen Taverne sitzen Einheimische, Mönche und Besucher beisammen, und vom Frühling bis zum Herbst leuchtet im Innenhof eine herrliche Blütenpracht. Mehr über die Sakralbauten der Insel erfährst du in unserem Überblick zu Kirchen und Klöstern auf Zypern.
Welche Legende rankt sich um die Ikone?
Der Legende nach lebte hier ein Einsiedler namens Ignátios, der am Tag Mariä Entschlafung im Jahr 1152 ein merkwürdiges Leuchten in der Ferne sah. Ignátios folgte dem Licht bis nach Geroskípou, wo er in einer Höhle eine Marienikone fand, die der Apostel Lukas gemalt haben soll. Diese Ikone soll bereits im kleinasiatischen Isaurien Wunder gewirkt haben.
Im Zuge der byzantinischen Bilderstürmerei hatte eine Frau die Ikone gerettet und sie ins Meer geworfen; später wurde sie an die Küsten Zyperns gespült. Ignátios nahm die Ikone mit auf seinen Berg und baute gemäß einer Bitte der Ikone eine Kirche. Kaiser Manuel I. Komnenos, der auch das Kloster Machairás gestiftet hatte, finanzierte diese Klostergründung.
Wofür soll die wundertätige Ikone helfen?
Die Ikone des Lukas hängt hinter einem roten Vorhang in der Ikonostase und wurde 1801 vollständig mit vergoldetem Silberrelief überzogen. Sie soll bei Krankheiten allgemein helfen, Gefangene befreien und in Seenot Geratenen beistehen – zahlreiche Votivgaben zeugen von ihrer angeblichen Wunderkraft. Diese gehe sogar so weit, dass sie vor Bomben schütze, wie 1974, als eine türkische Bombe das Kloster nur knapp verfehlte.
Neben weiteren Ikonen ist auch ein Fund aus dem Jahr 1970 interessant: Ein Hirte entdeckte unterhalb von Panagiá ein mit Silber überzogenes Holzkreuz. Der einstige Abt Pater Dionysios war der erste Zypriote, der sich auf die Kunst der Ikonenrestaurierung verstand und über 500 Ikonen vor dem Verfall bewahrte. Wunderlegenden wie diese begegnen einem auf der Insel oft, etwa auch im berühmten Kýkko-Kloster.
Was hat es mit dem Klosterwein Monte Royia auf sich?
Die besondere Spezialität des Klosters liegt im Weinkeller: Hier werden seit der Wiederbelebung der alten Kellerei in den 1980er Jahren Weine gekeltert. Unter der Marke Monte Royia entstehen verschiedene Weiß-, Rot- und Roséweine, darunter ein bekannter trockener Rotwein. Die Weinberge des Klosters reichen bis in große Höhen hinauf, was den Trauben ihren charakteristischen Geschmack verleiht.
Den Anstoß zur eigenen Produktion gaben Anfang der 1980er Jahre zwei französische Berater, die den Abt überzeugten, es sei sinnvoller, eigenen Wein zu keltern, als die Trauben zu verkaufen. Seit 1990 gehört zum Kloster außerdem ein kleines, wunderschön gestaltetes byzantinisches Museum mit Ikonen und liturgischen Geräten. Wer den Besuch mit weiteren Höhepunkten verbinden möchte, findet Anregungen unter unseren Sehenswürdigkeiten auf Zypern.
Wie besucht man die Panagía Chrysorogiatíssa?
Das Kloster liegt rund zwei Kilometer außerhalb von Páno Panagiá in der Bergregion des Tróodos. Am bequemsten erreicht man es mit dem Mietwagen über die kurvenreichen Bergstraßen – die Anfahrt durch Wälder und Bergdörfer ist Teil des Erlebnisses. Wie in allen orthodoxen Klöstern ist angemessene, geschlossene Kleidung erforderlich.
Frühling und Herbst sind die angenehmsten Reisezeiten für die Höhenlagen des Gebirges. Ein Besuch lässt sich gut mit einer Weinverkostung und einer Tour durch die umliegende Bergregion verbinden, etwa im Rahmen einer Pauschalreise nach Zypern mit Mietwagen vor Ort.
Häufige Fragen zur Panagía Chrysorogiatíssa
Was bedeutet der Name Chrysorogiatíssa?
Der Name setzt sich aus „chryso“ (golden) und „rogia“ (Granatapfel) zusammen und bedeutet sinngemäß „Jungfrau vom goldenen Granatapfel“. Er bezieht sich auf die im Kloster verehrte Marienikone.
Aus welcher Zeit stammt das Kloster?
Die Gründungslegende reicht ins 12. Jahrhundert zurück und ist mit dem Einsiedler Ignátios verbunden. Seine heutige Gestalt erhielt das Kloster bei der umfassenden Restaurierung im Jahr 1770 unter Bischof Panáretos von Páfos.
Kann man im Kloster Wein kaufen?
Ja. Das Kloster betreibt eine eigene Weinkellerei und keltert unter der Marke Monte Royia verschiedene Weiß-, Rot- und Roséweine aus den klostereigenen Weinbergen, die bis in große Höhen reichen.
Wie kommt man zur Panagía Chrysorogiatíssa?
Am besten mit dem Mietwagen über die Bergstraßen des Tróodos. Das Kloster liegt rund zwei Kilometer außerhalb von Páno Panagiá; Frühling und Herbst sind die angenehmsten Reisezeiten.
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