Mauerring Nikosía
Der Mauerring von Nikosía ist die sternförmige venezianische Stadtbefestigung aus dem 16. Jahrhundert. Mit 11 Bastionen umschließt sie die Altstadt auf 4 bis 5 Kilometern Umfang. 1570 fiel die Stadt trotz der Wälle an die Osmanen – heute prägen die Festungsanlagen noch immer das Stadtbild.
| Stadt | Nikosía, Hauptstadt Zyperns |
| Erbaut | 16. Jahrhundert (Venezianer) |
| Form | sternförmig mit 11 Bastionen |
| Umfang | etwa 4 bis 5 Kilometer |
| Tore | Páfos-, Kerýneia- und Famagusta-Tor |
| Eroberung | 25. Juni bis August 1570 durch die Osmanen |
Wie ist der Mauerring aufgebaut?
Die mächtigen venezianischen Wälle bilden einen sternförmigen Ring von 4 bis 5 Kilometern Umfang mit 11 Bastionen. Bis heute bestimmen diese Verteidigungswälle das Bild der Altstadt von Nikosía. Die Sternform mit ihren vorspringenden Bastionen war im 16. Jahrhundert der modernste Festungsbau – sie ermöglichte es, Angreifer aus mehreren Richtungen zugleich unter Beschuss zu nehmen. Die einzelnen Bastionen tragen bis heute klangvolle Namen aus der venezianischen Zeit und sind teils begrünt, teils öffentlich zugänglich. Vom Boden aus lässt sich der charakteristische Sternriss am besten auf einem Stadtplan oder aus der Vogelperspektive nachvollziehen.
Welche Tore führen durch die Stadtmauer?
In drei Richtungen ließ der Baumeister Durchlässe anlegen:
- Nach Westen die Porta Domenico, das heutige Páfos-Tor.
- Nach Norden die Porta del Provveditore, das heutige Kerýneia-Tor.
- Nach Osten die Porta Giuliana, das heutige Famagusta-Tor.
Wie stark die Wälle waren, belegt die Tiefe von 45 Metern am Famagusta-Tor. Die drei Tore haben heute vor allem bauhistorische Bedeutung.
Warum hielt die Festung dem Angriff nicht stand?
Trotz ihrer Wehrhaftigkeit konnte der Befestigungsring dem osmanischen Ansturm nicht standhalten. Am 25. Juni 1570 erreichte Mustafa Pascha Nikosía. Nur sieben Wochen später fiel die Stadt – Tausende kamen um, und das mittelalterliche Stadtbild wurde weitgehend zerstört. Die Venezianer hatten die Mauern gerade rechtzeitig fertiggestellt, doch die zahlenmäßige Übermacht der Belagerer gab am Ende den Ausschlag. Der Fall Nikosías markierte zugleich den Beginn der jahrhundertelangen osmanischen Herrschaft über Zypern, die das Gesicht der Insel bis heute prägt.
Wie wird der Mauerring heute genutzt?
Der einstige Festungsring ist heute an vielen Stellen für den Verkehr durchbrochen. In den ehemaligen Festungsgräben liegen nun Sportplätze und Restaurants. Das restaurierte Famagusta-Tor beherbergt das städtische Kulturzentrum und wird für Ausstellungen, Vorlesungen und Vorführungen genutzt. Ein Spaziergang entlang der Wälle gehört zu den lohnendsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.
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Häufige Fragen zum Mauerring Nikosía
Wer hat den Mauerring erbaut?
Die Venezianer errichteten die sternförmige Stadtbefestigung im 16. Jahrhundert, kurz bevor die Osmanen die Insel eroberten.
Wie viele Bastionen hat die Mauer?
Der Ring umfasst 11 Bastionen auf einem Umfang von rund 4 bis 5 Kilometern.
Welche Tore gibt es?
Es gibt drei Tore: das Páfos-Tor im Westen, das Kerýneia-Tor im Norden und das Famagusta-Tor im Osten.
Kann man die Stadtmauer besichtigen?
Ja. Große Teile der Wälle und Bastionen sind frei zugänglich; das Famagusta-Tor dient heute als Kulturzentrum.
Erkunde den Mauerring bei einem Rundgang durch Nikosía und schau dir das Famagusta-Tor aus der Nähe an. Weitere Burgen und Ruinen findest du auf unserer Übersicht. Aktuelle Reisehinweise gibt das Auswärtige Amt.








