Berg Olympos
Der Berg Olympos ist mit rund 1.952 Metern der höchste Gipfel Zyperns und das Herz des Tróodos-Gebirges. Im Winter ist er das einzige Skigebiet der Insel, ganzjährig lockt er mit weiten Panoramablicken – nur der Gipfel selbst ist wegen einer Radarstation gesperrt.
| Höhe | rund 1.952 m |
| Lage | Tróodos-Gebirge, Zentralzypern |
| Anderer Name | Chionístra (= Schneestelle) |
| Winter | Einziges Skigebiet Zyperns, oft schneesicher Jan./Feb. |
| Gipfel | Radarstation, Zugang eingeschränkt |
| Anreise | Mietwagen über die Tróodos-Bergstraßen |
Höhe: 1.952 m. Der Berg, von den Zyprioten auch Chionístra (= Schneestelle oder auch Frostbeule) genannt, ist tatsächlich oft bis in den April hinein von Schnee bedeckt, im Januar und Februar gilt er sogar als schneesicher. Gekrönt wird der Olympos von einer einem Golfball ähnlichen, britischen Radarstation – einst soll sich an diesem heute so technisierten Ort der Sitz der Liebesgöttin Aphrodite befunden haben. Die Steinhaufen auf der westlichen Seite des Gipfels sollen den Ort markieren, an dem sich einst die Siedlung Palaia choria befunden habe. Die Steine wurden im 16. Jh. von venezianischen Soldaten als Verteidigungswall gegen die osmanischen Eroberer aufgeschichtet. Vergeblich, bald beherrschten die Osmanen ganz Zypern.
Wie hoch ist der Berg Olympos auf Zypern?
Der Olympos misst rund 1.952 Meter und ist damit der höchste Punkt Zyperns. Er erhebt sich im Zentrum des Tróodos-Gebirges und überragt alle anderen Gipfel der Insel deutlich. Mit dem Olymp in Griechenland teilt er nur den Namen, nicht die Lage.
Kann man auf dem Berg Olympos Ski fahren?
Ja. Am Olympos liegt das einzige Skigebiet Zyperns mit mehreren Liften und Pisten. In schneesicheren Jahren läuft der Betrieb meist von Januar bis März, häufig bleibt der Schnee bis in den April liegen. Wer Wintersport mit Badeurlaub kombinieren möchte, findet das auf Zypern an wenigen Reisetagen tatsächlich nebeneinander.
Was hat es mit der Radarstation auf dem Gipfel auf sich?
Den eigentlichen Gipfel krönt eine britische Radarstation, die wegen ihrer Kuppel an einen riesigen Golfball erinnert. Sie liegt auf militärischem Gelände, deshalb ist der höchste Punkt selbst gesperrt. Besucher kommen aber bis dicht heran und genießen von dort die Aussicht.
Lohnt sich der Olympos auch im Sommer?
Unbedingt. Außerhalb der Skisaison ist der Berg ein beliebtes Wanderziel: Die kühleren Höhenlagen bieten Schatten und weite Ausblicke, während die Küste in der Hitze liegt. Markierte Wanderwege im Tróodos führen rund um den Gipfel durch Pinien- und Zedernwälder. Der bekannte Atalánti-Weg umrundet den Olympos auf gleicher Höhe und gibt unterwegs immer wieder den Blick auf die umliegenden Täler frei. Selbst an heißen Tagen bleibt es hier oben mehrere Grad kühler als unten am Meer.
Wie kommt man zum Berg Olympos?
Am bequemsten erreicht man den Olympos mit dem Mietwagen über die kurvigen Bergstraßen des Tróodos. Von Limassol oder Nikosía aus fährt man jeweils gut eine Stunde bis ins zentrale Bergland; das Dorf Tróodos dient als letzter Ausgangspunkt zum Gipfel.
Was kann man am Berg Olympos unternehmen?
Im Winter lockt der Olympos Wintersportler auf die Pisten des einzigen Skigebiets Zyperns, das vom Cyprus Ski Club betrieben wird. Vier Schlepplifte erschließen mehrere Abfahrten am Nord- und Sonnenhang, dazu gibt es Loipen für Langläufer. Weil die Saison kurz und schneeabhängig ist, geht es hier familiär und entspannt zu – ideal für Einsteiger und alle, die den Kontrast zwischen Schnee und Mittelmeer erleben möchten. Mehr dazu liest du auf unserer Seite zum Skifahren auf Zypern.
In der schneefreien Zeit ist der Olympos ein Wander- und Ausflugsberg. Rund um den Gipfel führen mehrere markierte Wanderwege im Tróodos durch Schwarzkiefern- und Zedernwälder. Botanisch Interessierte entdecken hier endemische Pflanzen, die nur auf Zypern vorkommen, etwa das Tróodos-Habichtskraut. Von den Aussichtspunkten reicht der Blick an klaren Tagen weit über die Südküste bis zum Meer.
Welche Rolle spielt der Olympos in Mythologie und Geschichte?
Der Sage nach soll sich auf dem Gipfel einst ein Heiligtum der Liebesgöttin Aphrodite befunden haben – heute steht dort die britische Radarstation. Auch die Steinhaufen auf der Westseite erzählen Geschichte: Sie werden mit der untergegangenen Siedlung Palaia Choria in Verbindung gebracht und sollen im 16. Jahrhundert von venezianischen Soldaten als Verteidigungswall gegen die vorrückenden Osmanen aufgeschichtet worden sein. Den Namen Chionístra – „Schneestelle“ – tragen die Zyprioten dem Berg bis heute nach, weil der Schnee hier oft bis in den Frühling liegt.
Was sollte man beim Besuch des Olympos beachten?
Der eigentliche Gipfel ist wegen der militärischen Radarstation gesperrt; Besucher kommen jedoch bis nahe an die Anlage heran. Die Bergstraßen sind kurvig und im Winter mitunter glatt oder gesperrt – Schneeketten können dann Pflicht sein. Auch im Sommer ist es hier oben mehrere Grad kühler als an der Küste, weshalb eine Jacke ins Gepäck gehört. Da es am Berg kaum Versorgung gibt, nimmst du am besten Wasser und Proviant mit. Für die Anreise ist ein Mietwagen die praktischste Wahl.
Wie ist das Klima am Berg Olympos?
Der Olympos schafft auf Zypern ein eigenes, fast alpines Klima. Während an der Küste im Hochsommer regelmäßig über 35 Grad gemessen werden, bleibt es in den Gipfellagen deutlich kühler und angenehmer – ein wesentlicher Grund, warum die Zyprioten die Bergregion seit jeher als Sommerfrische schätzen. Im Winter dagegen fällt hier oben zuverlässig Schnee: In den Monaten Januar und Februar gilt der Olympos als weitgehend schneesicher, und die weiße Pracht hält sich oft bis in den April. So kann man an manchen Frühlingstagen morgens auf dem Berg im Schnee stehen und nachmittags an der Küste im Meer baden.
Wer eine Bergtour plant, sollte die Höhenlage einkalkulieren. Selbst an sonnigen Sommertagen kann ein kühler Wind wehen, und im Winter sind die Zufahrtsstraßen bei Schnee mitunter nur mit Schneeketten befahrbar oder zeitweise gesperrt. Ein Blick auf die aktuelle Vorhersage lohnt sich daher immer – eine Übersicht bietet unsere Seite zum Wetter auf Zypern.
Welche Ausflugsziele liegen in der Nähe?
Der Olympos ist der ideale Ausgangspunkt, um das gesamte Tróodos-Gebirge zu erkunden. Ganz in der Nähe liegt das berühmte Kýkko-Kloster, das bedeutendste Kloster der Insel, sowie eine Reihe kleiner byzantinischer Scheunendachkirchen, die zum UNESCO-Welterbe zählen. Traditionelle Bergdörfer wie Páno Plátres, Pródromos oder das Weindorf Ómodos laden zu einer Rast in schattigen Tavernen ein.
Von den Aussichtspunkten rund um den Gipfel eröffnen sich einige der schönsten Ausblicke Zyperns. Wer länger bleibt, kombiniert den Berg mit ausgedehnten Wanderungen, einem Besuch der Weingüter im Umland und Übernachtungen in einem der Bergdörfer. So wird aus dem Abstecher zum höchsten Punkt Zyperns schnell ein mehrtägiges Bergabenteuer.
Wo übernachtet man in der Nähe des Olympos?
Wer die Bergwelt in Ruhe erkunden möchte, übernachtet am besten in einem der traditionsreichen Bergdörfer. Das nahe Páno Plátres war schon zu britischer Kolonialzeit ein beliebter Sommerort und bietet Hotels und Gasthäuser mit langer Geschichte; auch Pródromos und Kakopetriá sind gute Standorte. Von hier aus erreichst du die Wanderwege, das Skigebiet und die Klöster jeweils in wenigen Minuten. Im Winter sind Unterkünfte an Wochenenden mit Schnee schnell ausgebucht, weshalb sich eine frühzeitige Reservierung lohnt. Wer flexibel bleiben möchte, verbindet den Bergaufenthalt mit einer Pauschalreise nach Zypern und nutzt ein Küstenhotel als Basis für Tagesausflüge ins Gebirge.
Häufige Fragen zum Berg Olympos
Wann liegt am Olympos Schnee?
Meist von Januar bis März, in schneesicheren Jahren bleibt der Schnee bis in den April liegen. Januar und Februar gelten als am verlässlichsten für Wintersport.
Kann man bis auf den Gipfel des Olympos?
Nicht ganz. Der höchste Punkt ist wegen der militärischen Radarstation gesperrt, doch man kommt bis nah an die Station heran und hat von dort eine weite Rundumsicht.
Warum heißt der Olympos auch Chionístra?
Chionístra bedeutet so viel wie „Schneestelle“ – ein Name, der auf den langen Schnee in den Höhenlagen anspielt. Die Zyprioten verwenden ihn bis heute.
Kann man am Olympos auch im Sommer wandern?
Ja, außerhalb der Skisaison ist der Olympos ein beliebtes Wanderziel. Mehrere markierte Wege wie der Atalánti- und der Artemis-Trail umrunden den Gipfel durch schattige Kiefernwälder – bei angenehm kühlen Temperaturen.
Wie kommt man zum Berg Olympos?
Am bequemsten mit dem Mietwagen über die Bergstraßen des Tróodos. Von Limassol oder Nikosía fährt man jeweils gut eine Stunde bis ins zentrale Bergland; das Dorf Tróodos ist der letzte Ausgangspunkt vor dem Gipfel.
Gibt es am Olympos ein Skigebiet mit Verleih?
Ja, das einzige Skigebiet Zyperns wird vom Cyprus Ski Club betrieben und verfügt über Schlepplifte sowie einen Ski- und Ausrüstungsverleih vor Ort. Die Saison läuft in schneesicheren Jahren etwa von Januar bis März.
Ob Skifahren im Winter oder Wandern im Sommer: Eine Pauschalreise nach Zypern bringt dich bequem in die Nähe des Gipfels. Von dort erkundest du weitere Aussichtspunkte und die Bergregion Tróodos. Aktuelle Reisehinweise findest du beim Auswärtigen Amt.









