Bronzestatue Makarios
Die Bronzestatue von Erzbischof Makários III. ist ein rund zehn Meter hohes und etwa 20 Tonnen schweres Denkmal des ersten Präsidenten der Republik Zypern. Sie stand ab 1987 vor dem Erzbischöflichen Palast in Nikosía und wurde 2008 ans Kykko-Kloster im Troodos-Gebirge versetzt, nahe dem Geburtsort des Erzbischofs. In Nikosía erinnert seither eine kleinere Marmorstatue an Makários.
| Typ | Monumentale Bronzestatue (Denkmal) |
| Dargestellt | Erzbischof und Staatspräsident Makários III. |
| Maße | ca. 10 m hoch, rund 20 Tonnen schwer |
| Aufgestellt | 1987 in Nikosía, 2008 zum Kykko-Kloster versetzt |
| Heutiger Standort | Hügel Thrónos beim Kykko-Kloster, Troodos-Gebirge |
| Zugang | frei zugänglich im Freien |
Was ist die Bronzestatue von Makários III.?
Die Bronzestatue von Makários III. ist ein monumentales Standbild des ersten Präsidenten der Republik Zypern, das den Erzbischof rund zehn Meter hoch und etwa 20 Tonnen schwer in Bronze zeigt. Aufgestellt wurde sie 1987, zunächst vor dem Erzbischöflichen Palast in Nikosía, wo Makários gen Süden auf die Insel blickte. Die Statue war von Beginn an nicht unumstritten – schon ihre schiere Größe sorgte für Diskussionen.
Künstlerisch fällt auf, dass Gesicht und Oberkörper vergleichsweise fein ausgearbeitet sind: Die Züge des Erzbischofs wirken weich, fast zärtlich. Sorgfältig gestaltet sind auch die Kette mit den Insignien seines Amtes und sein Bischofszepter. Letzteres ist eine zyprische Besonderheit – die Erzbischöfe Zyperns dürfen als einzige in der orthodoxen Welt anstelle des üblichen Bischofsstabs ein Zepter als Insignium kaiserlicher Herrschaft tragen. Nach unten hin wird die Figur zunehmend schemenhaft und löst sich in eine grobe Silhouette auf.
Wer war Makários III.?
Makários III. (1913–1977) war eine der prägenden Gestalten der jüngeren zyprischen Geschichte. Er amtierte als Erzbischof der autokephalen orthodoxen Kirche Zyperns und zugleich als erster Präsident der 1960 von Großbritannien unabhängig gewordenen Republik – in der zyprischen Tradition ist das geistliche Oberhaupt seit jeher auch eine politische Autorität.
Geboren wurde er als Michaíl Christódoulou Múskos im Dorf Pánagia am Westrand des Troodos-Gebirges, unweit des Kykko-Klosters, in dem er als junger Mönch lebte. Als Staatschef prägte er die Geschicke der Insel bis zur Teilung Zyperns infolge der Ereignisse von 1974. Sein Wirken wird bis heute unterschiedlich bewertet, was auch die Geschichte seines Denkmals begleitet hat. Mehr zur Vorgeschichte der Insel bietet unser Überblick zur alten Geschichte Zyperns.
Warum wurde die Statue versetzt?
Die monumentale Bronzefigur war in Nikosía von Anfang an umstritten – sowohl wegen ihrer ungewöhnlichen Dimensionen als auch wegen der zwiespältigen Bewertung der Person Makários. 2008 entschied man sich, das Standbild vom Platz vor dem Erzbischöflichen Palast zu entfernen und an einen Ort mit persönlicher Verbindung zu Makários zu bringen: an den Hügel Thrónos beim Kykko-Kloster im Troodos-Gebirge, nahe seinem Geburtsort Pánagia.
An seinem ursprünglichen Standort in der Hauptstadt wurde die imposante Bronze durch eine kleinere, zurückhaltendere Marmorstatue ersetzt. So blieb Makários in Nikosía präsent, ohne dass das Stadtbild weiter von der überlebensgroßen Figur dominiert wurde. Am neuen Standort im Gebirge steht die Statue zudem in unmittelbarer Nähe zu den Stätten, die das Leben des Erzbischofs geprägt haben.
Wo steht sie heute und wie kommt man hin?
Heute erhebt sich die Bronzestatue auf dem Hügel Thrónos oberhalb des Kykko-Klosters, eines der bedeutendsten orthodoxen Klöster Zyperns, im Herzen des Troodos-Gebirges. Von der erhöhten Lage aus reicht der Blick weit über die bewaldeten Bergrücken der Region. Der Standort lässt sich gut mit einem Besuch des Klosters und einer Rundfahrt durch die Bergdörfer verbinden.
Die Anreise erfolgt am besten mit dem Mietwagen über die kurvigen Bergstraßen, die von der Küste ins Landesinnere führen. Wer von Páfos oder Limassol aus startet, sollte für die Fahrt durch das Gebirge ausreichend Zeit einplanen, da die Strecken bergig und kurvenreich sind. Die Statue selbst steht frei im Gelände und ist ohne Eintritt zugänglich.
Tipps zum Besuch
Ein Abstecher zur Makários-Statue lohnt sich vor allem in Kombination mit dem Kykko-Kloster und den umliegenden Bergdörfern. Wer sich für die Geschichte Zyperns interessiert, erhält hier einen guten Eindruck davon, welche zentrale Rolle Makários für die Insel spielte. Festes Schuhwerk ist im Bergland ratsam, und wegen der Höhenlage kann es kühler und windiger sein als an der Küste. Für die An- und Rückfahrt empfiehlt sich ein früher Start. Weitere lohnende Ziele finden sich in unserer Übersicht der Sehenswürdigkeiten Zyperns.
Häufige Fragen zur Bronzestatue von Makários III.
Wie groß ist die Bronzestatue von Makários?
Das Standbild ist rund zehn Meter hoch und etwa 20 Tonnen schwer. Es gehört damit zu den größten Denkmälern Zyperns und zeigt den Erzbischof in voller Amtstracht mit Kette und Bischofszepter.
Warum wurde die Statue von Nikosía wegversetzt?
Die monumentale Figur war seit ihrer Aufstellung 1987 umstritten. 2008 wurde sie vom Platz vor dem Erzbischöflichen Palast ans Kykko-Kloster im Troodos-Gebirge versetzt, nahe dem Geburtsort von Makários. In Nikosía ersetzte sie eine kleinere Marmorstatue.
Wo steht die Bronzestatue heute?
Sie steht auf dem Hügel Thrónos beim Kykko-Kloster im Troodos-Gebirge, frei zugänglich im Freien. Der Standort liegt unweit von Pánagia, dem Geburtsort des Erzbischofs.
Wer war Erzbischof Makários III.?
Makários III. (1913–1977) war Oberhaupt der orthodoxen Kirche Zyperns und zugleich der erste Präsident der 1960 unabhängig gewordenen Republik. Geboren wurde er als Michaíl Christódoulou Múskos im Dorf Pánagia bei Kykko.
Plane deinen Ausflug zur Makários-Statue als Teil einer Tour durch das Troodos-Gebirge oder entdecke weitere Sehenswürdigkeiten Zyperns. Einen Überblick über alle Regionen der Insel liefert unsere Seite zu den Reisezielen auf Zypern.
















