Tauchen
Tauchen auf Zypern bedeutet klares, warmes Wasser, kaum Strömung und Sichtweiten um die 25 Meter. Berühmtestes Ziel ist das Wrack der Zenobia vor Lárnaka – eines der besten Wracktauchgebiete weltweit. Höhlen und Steilwände gibt es zudem am Kap Greko bei Agía Nápa sowie rund um Páfos. Die beste Tauchsaison reicht von Mai bis November, wenn das Meer 18 bis 28 °C warm ist.
| Top-Tauchgebiete | Lárnaka (Zenobia-Wrack), Agía Nápa/Kap Greko, Páfos |
| Sicht | klares Wasser, Sichtweiten um die 25 m |
| Bedingungen | keine Gezeiten, kaum oder keine Strömung |
| Wassertemperatur | ca. 17 °C im Winter bis 28 °C im Spätsommer |
| Beste Tauchsaison | Mai bis November |
| Berühmtestes Wrack | Zenobia vor Lárnaka, in ca. 30 m Tiefe |
Wie gut ist Tauchen auf Zypern?
Tauchen auf Zypern ist hervorragend – und dabei erstaunlich unkompliziert. Die Bedingungen sind ideal: keine Gezeiten, kaum oder keine Strömungen und Sichtweiten um die 25 Meter. Das Mittelmeer rund um die Insel ist angenehm warm, im Mai bis Juli zwischen 18 und 26 °C, im August und September um die 28 °C und erst zwischen Oktober und Dezember langsam von 24 bis auf 17 °C abfallend.
Schon vor rund 9.000 Jahren tauchten Fischer an der Südküste nach Schwämmen – sie gelten als die ersten Taucher der Insel. Anders als etwa in Griechenland sind die Vorschriften hier denkbar locker: Auf Zypern darf praktisch jeder eine Flasche umschnallen und ins Meer steigen, solange er die üblichen Verbotszonen wie Häfen und militärische Sperrgebiete meidet und keine Amphore oder keinen Naturschwamm mit an die Oberfläche bringt.
Wracks und interessante Felsformationen gibt es in den Gewässern rund um Zypern reichlich. Etwas rarer ist die bunte Fischwelt – meist begegnet man finger- bis handlangen Arten wie Lippfischen, Brassen, Grundeln, Schleimfischen, Zackenbarschen, Drachenköpfen, Papageifischen, Soldaten- und Kardinalsfischen, gelegentlich auch Schildkröten. Wer Tauchen mit anderen Aktivitäten verbinden möchte, findet in unserem Überblick zu Sport und Freizeit auf Zypern weitere Anregungen.
Welches sind die besten Tauchplätze?
Das mit Abstand berühmteste Ziel liegt vor Lárnaka: das Wrack der Zenobia in rund 30 Meter Tiefe. Die 1980 gesunkene Fähre gilt als eines der besten Wracktauchgebiete weltweit und ist allein die Reise wert. Davor sollte man als Taucher ausreichend Erfahrung mitbringen.
Rund um Agía Nápa und Protarás liegen die Tauchplätze am Kap Greko mit vielen Steilwänden und Höhlen. Beliebt sind die Lagoon und die Wall am Kap Greko, die Tunnel und Kavernen namens Spilies, der Steilabfall bei Agii Anargyroi (Einstieg an der Kirche) und die Cyclop’s Cave. Diese Höhlenlandschaften machen den Osten der Insel zum Highlight für alle, die Tunnel und Bögen erkunden möchten.
Auch rund um Páfos im Westen gibt es viel zu sehen. Die schönsten Plätze liegen Richtung Akámas-Halbinsel, wo das Wasser besonders klar und die Küste weitgehend unberührt ist. Nahe dem Hafen tauchen Anfänger am Parrot Reef und an der Roman Wall, erfahrene Taucher an The Shoals mit teilweise antiken Wracks, an The Valley und an den Jubilee Shoals, wo in 12 Meter Tiefe ein Kutter liegt. Bei den Bädern der Aphrodite gibt es Einstiegsmöglichkeiten direkt vom Strand.
Weitere lohnende Reviere finden sich vor Limassol rund um Kap Gáta und Kap Zevgári mit dem einzigen fischgeschützten Gebiet der Insel sowie beim Wrack des 68 Meter langen Frachters „Farses II“, das gut zugänglich vor dem alten Hafen liegt. Östlich der Pissoúri-Bucht warten große Höhlen, die womöglich nach dem Erdbeben von 1954 versunkene römische Gräber sind.
Tauchgang zum Zenobia-Wrack bei Lárnaka
Was muss man als Anfänger wissen?
Zypern eignet sich gut für den Einstieg. Wer in einer der Urlaubsregionen Quartier nimmt, findet fast überall eine Tauchbasis in der Nähe – viele bieten einen Pickup-Service und holen Gäste direkt am Hotel ab. Für den ersten Kontakt ist das Schnuppertauchen ideal: Unter Anleitung eines Tauchlehrers geht es nach kurzer Einweisung in flaches, geschütztes Wasser, ganz ohne Vorkenntnisse.
Die geschützten, strömungsarmen Buchten und die gute Sicht sind perfekte Voraussetzungen für einen Tauchkurs. Die Preise für einen geführten Tauchgang entsprechen dem üblichen Mittelmeerniveau. Nach Nachweis eines Tauchpartners füllen die meisten Basen auch Flaschen und verleihen Ausrüstung an Taucher, die auf eigene Faust los möchten, und nennen passende Ufertauchplätze. Wer lieber an der Oberfläche bleibt, findet beim Segeln und Surfen eine schöne Alternative.
Wann ist die beste Tauchsaison?
Tauchen kann man auf Zypern grundsätzlich das ganze Jahr, doch die angenehmste Zeit ist von Mai bis November. Im Mai bis Juli liegt die Wassertemperatur zwischen 18 und 26 °C, im Hochsommer (August/September) erreicht das Meer rund 28 °C, danach kühlt es von 24 bis Dezember auf etwa 17 °C ab.
Im Hochsommer ist das Wasser am wärmsten und für lange Tauchgänge ohne dicken Neoprenanzug geeignet. Frühjahr und Herbst belohnen mit klarer Sicht und weniger Andrang. Selbst im Winter steigen erfahrene Taucher mit entsprechendem Anzug ins angenehm kühle Meer.

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Welche Tauchschulen und Brevets gibt es?
Auf ganz Zypern verteilt finden sich Tauchbasen, die international anerkannte Kurse anbieten – vom Schnuppertauchen über Einsteiger-Brevets bis zu weiterführenden Tauchscheinen. Die Ausbildung folgt den gängigen internationalen Standards, sodass die erworbenen Brevets weltweit gültig sind.
Die renommierteste und älteste Tauchschule der Insel ist CYDIVE in Páfos; sie hält eine kleine Info-Schrift mit 20 Ufertauchplätzen samt genauer Wegbeschreibung bereit. Ein wichtiger Sicherheitsaspekt: In Lárnaka gibt es eine Dekompressionskammer, was gerade beim anspruchsvollen Wracktauchen an der Zenobia beruhigend ist.
Häufige Fragen zum Tauchen auf Zypern
Wo ist das berühmteste Wrack Zyperns?
Das Wrack der Zenobia liegt vor Lárnaka in rund 30 Meter Tiefe und gilt als eines der besten Wracktauchgebiete weltweit. Wegen der Tiefe ist es eher etwas für erfahrene Taucher.
Wie ist die Sicht beim Tauchen auf Zypern?
Sehr gut. Das Wasser ist klar, es gibt keine Gezeiten und kaum Strömung, die Sichtweiten liegen meist um die 25 Meter.
Kann man auf Zypern als Anfänger tauchen?
Ja. Fast jede Urlaubsregion hat eine Tauchbasis in der Nähe. Schnuppertauchen ist ohne Vorkenntnisse möglich, und es werden Einsteigerkurse mit international anerkannten Brevets angeboten.
Wann ist die beste Tauchsaison auf Zypern?
Von Mai bis November. Im Hochsommer erreicht das Wasser rund 28 °C, Frühjahr und Herbst überzeugen mit klarer Sicht und weniger Andrang.
Plane dein Tauchabenteuer rund um das Zenobia-Wrack vor Lárnaka oder die Höhlen am Kap Greko bei Agía Nápa. Weitere Aktivitäten findest du unter Sport und Freizeit, und einen Überblick über alle Reiseziele auf Zypern gibt es in unserer Reiseziel-Übersicht.
Ausgewählte Tauchausflüge auf Zypern






















