Einkaufen & Shopping
Einkaufen auf Zypern bedeutet vor allem eines: traditionelles Kunsthandwerk und kulinarische Spezialitäten. Berühmt sind die Lefkara-Spitze, Silberschmuck, Kupfer- und Töpferwaren sowie Halloumi, Wein und süße Loukoumi. Echtes Handwerk gibt es beim staatlichen Cyprus Handicraft Service, dazu locken Wochenmärkte, Altstadtgassen und moderne Malls.
Auf einen Blick
- Typische Souvenirs: Lefkara-Spitze, Silberfiligran, Kupfer, Keramik, Lederwaren
- Kulinarisches: Halloumi, Commandaria-Wein, Zivania, Loukoumi, Olivenöl, Carob-Sirup
- Echtes Handwerk: Cyprus Handicraft Service in Nikosia, Limassol, Larnaka und Pafos
- Märkte & Gassen: Wochenmärkte (Laïki Agora), Ledra-Straße in Nikosia
- Steuer: rund 19 % Mehrwertsteuer; Tax-free-Erstattung nur für Nicht-EU-Reisende
- Verboten: Ausfuhr von Antiquitäten und echten alten Ikonen
Was kauft man auf Zypern am besten?
Die schönsten Mitbringsel sind handgefertigte Stücke mit langer Tradition. Allen voran steht die Lefkara-Spitze (Lefkaritika) aus dem gleichnamigen Bergdorf – feine Stickereien und Klöppelarbeiten, die seit Jahrhunderten von Hand gefertigt werden und sogar zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe zählen. Der Legende nach kaufte schon Leonardo da Vinci hier eine Altardecke. In Léfkara selbst sind die Stücke allerdings vergleichsweise teuer.
Ebenso typisch sind Silberfiligran aus Lefkara, Kupferwaren – Zypern war schon in der Antike für sein Kupfer berühmt, das der Insel ihren Namen gab – sowie Töpfer- und Terrakottawaren. Dazu kommen Lederwaren wie Schuhe, Taschen und Jacken, gewebte Textilien, Korbflechtarbeiten und Ikonen-Repliken. Wer hochwertigen Schmuck kauft, achtet auf die Stempel: Echtes Silber trägt einen winzig eingravierten Fisch, 18-karätiges Gold eine kleine Aphrodite.
Wo findet man echtes zyprisches Kunsthandwerk?
Einen verlässlichen Überblick bietet der staatliche Cyprus Handicraft Service mit Geschäften in Nikosia, Larnaka, Limassol und Pafos. Er wurde 1974 nach der türkischen Besetzung gegründet, um Flüchtlingen, die alte Handwerkskünste beherrschten, eine Erwerbsmöglichkeit zu geben. Hier bekommt man garantiert echte Stücke zu fairen, festen Preisen – ideal für alle, die nicht feilschen möchten.
Wer das Handwerk an seinem Ursprungsort erleben will, fährt in die Dörfer: In Léfkara lässt sich die Spitzen- und Silberkunst beobachten, traditionelle Töpferei findet man in Kórnos und in Foiní im Troodos-Gebirge. In vielen Werkstätten kann man den Kunsthandwerkern direkt über die Schulter schauen und so sichergehen, ein authentisches Stück zu erwerben. Antike oder echte alte Ikonen dürfen Sie dagegen nicht ausführen – mehr dazu auf unserer Seite zu den zyprischen Ikonen.
Léfkara und die Handwerksdörfer
Wer Souvenirs mit Geschichte sucht, fährt am besten dorthin, wo sie entstehen. Allen voran lohnt sich ein Ausflug nach Pano Léfkara in den Ausläufern des Troodos: In den engen Gassen sitzen Frauen vor den Häusern und fertigen die berühmte Spitze, während in den Werkstätten Silberschmiede filigrane Arbeiten herstellen. Ein kleines Museum erzählt die Geschichte des Handwerks, das dem Dorf seit Jahrhunderten Wohlstand bringt – und das so begehrt war, dass die Spitze bis nach Europa verkauft wurde.
Auch andere Dörfer haben sich auf ein Handwerk spezialisiert: In Kórnos werden große, unglasierte Tonkrüge nach uralter Technik getöpfert, in den Bergdörfern rund um Foiní entstehen rustikale Keramik und die typischen großen Vorratskrüge (Pithária). Ein Besuch verbindet das Einkaufen mit einem authentischen Blick auf das ländliche Zypern – und oft sind die Preise hier niedriger als in den Touristenzentren der Küste.
Welche kulinarischen Mitbringsel lohnen sich?
Zypern ist ein Paradies für Genuss-Souvenirs. Ganz oben steht der Halloumi, der berühmte Grillkäse der Insel, der sich vakuumiert gut transportieren lässt. Dazu kommen edle Weine: Der Commandaria gilt als einer der ältesten benannten Weine der Welt – ein süßer Dessertwein, der schon im Mittelalter gerühmt wurde. Hochprozentiger geht es mit Zivania zu, einem klaren Traubenbrand.
Naschkatzen greifen zu Loukoumi, der zyprischen Variante von „Turkish Delight“, die besonders im Dorf Geroskipou bei Pafos hergestellt wird. Ebenfalls beliebt sind Olivenöl, eingelegte Oliven, Carob-Sirup (aus den Schoten des Johannisbrotbaums), Thymianhonig, getrocknete Früchte und aromatische Bergkräuter. Aus dem Rosendorf Agros stammen Rosenwasser und Rosenmarmelade. Solche Spezialitäten gibt es frisch auf den Wochenmärkten und passen perfekt zur zyprischen Reisevorbereitung als essbares Andenken.
Wer Wein als Mitbringsel sucht, wird in den Weindörfern (Krasochoria) im Hinterland von Limassol fündig, wo zahlreiche kleine Weingüter ihre Tropfen direkt verkaufen und zur Verkostung einladen. Der süße Commandaria stammt traditionell aus einer Handvoll Dörfer am Südhang des Troodos und darf nur von dort diesen geschützten Namen tragen. Auch klare Zivania sowie fruchtige Weiß- und kräftige Rotweine aus einheimischen Rebsorten wie Xynisteri und Mavro lassen sich gut transportieren – achten Sie bei der Rückreise nur auf die zollrechtlichen Freimengen für Alkohol.
Wo kann man auf Zypern einkaufen?
Die Bandbreite reicht vom orientalischen Marktflair bis zur modernen Shoppingmall. In den Städten lohnt der Bummel durch die Altstadtgassen: In Nikosia ist die Fußgängerzone rund um die Ledra-Straße das Herz des Einkaufs, in Limassol konzentriert sich das Geschehen entlang der Anexartisias- und der Makariou-Straße. Hier mischen sich kleine Boutiquen, Goldschmiede und Souvenirläden.
Wer frische Spezialitäten und lokales Flair sucht, besucht die Wochenmärkte (Laïki Agora), auf denen Bauern Obst, Gemüse, Käse, Oliven und Honig anbieten. Daneben gibt es in allen größeren Städten moderne Einkaufszentren mit internationalen Marken, etwa in Nikosia und Limassol. So lässt sich ein Regentag oder die heiße Mittagszeit gut überbrücken, während man abends wieder durch die Altstadt schlendert.
Wie unterscheidet sich das Einkaufen in Nordzypern?
Im türkisch verwalteten Norden der Insel wird mit der türkischen Lira bezahlt, vielerorts werden aber auch Euro angenommen. Das Warenangebot ähnelt eher dem in der Türkei: In den überdachten Basaren der Altstädte von Nikosia und Famagusta finden sich Lederwaren, Textilien, Gewürze, Kupfer und Süßigkeiten wie Baklava und Lokum. Handeln gehört hier deutlich stärker zum guten Ton als im Süden, wo in den meisten Geschäften feste Preise gelten.
Achten Sie beim grenzüberschreitenden Einkauf auf die Zollvorschriften: Beim Übergang zwischen den beiden Inselteilen gelten Mengenbegrenzungen für bestimmte Waren. Markenartikel zu auffällig niedrigen Preisen sind oft Fälschungen, deren Einfuhr in die EU verboten ist und Ärger bereiten kann. Mehr zum Hintergrund der Teilung lesen Sie auf unserer Seite zur Geschichte Zyperns.
Was sollte man beim Einkaufen beachten?
Die Öffnungszeiten sind gewöhnungsbedürftig: Im Sommer schließen viele Geschäfte über die heiße Mittagszeit und öffnen am späten Nachmittag wieder; mittwochs und samstags ist nachmittags traditionell oft geschlossen. In Touristenorten wird das lockerer gehandhabt. Auf den Märkten und in kleinen Läden lässt sich freundlich handeln, in Kaufhäusern und beim Handicraft Service gelten dagegen feste Preise.
Beachten Sie außerdem den Zoll: Die Ausfuhr von Antiquitäten und echten alten Ikonen ist streng verboten und wird als Kulturgüterschmuggel verfolgt. Reisende von außerhalb der EU können sich die rund 19 % Mehrwertsteuer bei größeren Einkäufen über das Tax-free-Verfahren erstatten lassen; für EU-Bürger gilt das nicht. Gut zu wissen: Brillengestelle und Kontaktlinsen sind auf Zypern oft spürbar günstiger als in Deutschland, und Maßkleidung oder Maßschuhe lassen sich in wenigen Tagen zu fairen Preisen anfertigen. Aktuelle offizielle Reisehinweise bietet die Tourismusbehörde der Republik Zypern.
Ein praktischer Tipp zum Schluss: Packen Sie zerbrechliche Keramik und Glas gut gepolstert ins Handgepäck oder lassen Sie sich im Geschäft einen sicheren Versand anbieten. Flüssigkeiten wie Wein, Olivenöl und Rosenwasser gehören wegen der Mengenbeschränkung an Bord in den aufgegebenen Koffer – am besten in einer Plastiktüte verpackt, damit bei einem Bruch nichts ausläuft. So kommen Ihre zyprischen Schätze heil nach Hause.
Häufige Fragen zum Einkaufen auf Zypern
Was ist das typischste Souvenir von Zypern?
Die Lefkara-Spitze aus dem Bergdorf Léfkara gilt als das klassische zyprische Mitbringsel und gehört zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Beliebt sind außerdem Silberfiligran, Kupferwaren und kulinarische Spezialitäten wie Halloumi und Commandaria-Wein.
Kann man auf Zypern mit Karte zahlen?
In Geschäften, Hotels und Restaurants ist Kartenzahlung weit verbreitet. Auf Wochenmärkten, in kleinen Dorfläden und bei Straßenständen sollten Sie jedoch Bargeld dabeihaben.
Darf man Ikonen oder Antiquitäten aus Zypern ausführen?
Nein. Die Ausfuhr echter alter Ikonen und von Antiquitäten ist verboten. Erlaubt sind dagegen neue Ikonen-Repliken und modernes Kunsthandwerk, das in Klöstern und Werkstätten verkauft wird.
Wann haben die Geschäfte auf Zypern geöffnet?
Üblich ist eine Mittagspause im Sommer, abends wird länger geöffnet. Mittwoch- und Samstagnachmittag schließen viele Läden außerhalb der Touristenorte. Verlassen Sie sich nicht blind auf feste Zeiten, sondern planen Sie etwas Flexibilität ein.
Wo kauft man am besten Halloumi und Wein?
Frischen Halloumi und lokalen Käse gibt es am authentischsten auf den Wochenmärkten und in Dorfläden. Guten Wein und Commandaria kauft man direkt bei den Weingütern in den Weindörfern (Krasochoria) südwestlich von Limassol, etwa rund um Omodos – dort lässt sich vor dem Kauf auch verkosten.
Lohnt sich Handeln auf zyprischen Märkten?
Auf Märkten, in Souvenirläden und im Norden der Insel ist freundliches Handeln durchaus üblich und kann den Preis senken. In Kaufhäusern, Supermärkten und beim staatlichen Cyprus Handicraft Service gelten dagegen feste Preise – hier ist Feilschen nicht angebracht.
Häufige Fragen zum Einkaufen auf Zypern
Was kann man auf Zypern als Souvenir kaufen?
Beliebt sind Lefkara-Spitze (Lefkaritika), Silberwaren, Olivenöl, Kräuter, lokaler Wein und Zivania, Halloumi sowie Keramik und Korbwaren aus den Bergdörfern.
Wo shoppt man auf Zypern am besten?
Für Mode und Marken eignen sich die Innenstädte und Einkaufszentren von Limassol und Nikosia, etwa die Ledra-Straße in der Altstadt von Nikosia. Authentische Produkte findet man in den Dörfern des Troodos-Gebirges.
Gibt es auf Zypern lokale Märkte?
Ja, in vielen Städten gibt es Wochenmärkte mit frischem Obst, Gemüse, Käse und Kräutern. Sie sind ideal, um regionale Spezialitäten direkt von den Erzeugern zu kaufen.
Wie sind die Ladenöffnungszeiten auf Zypern?
In den Touristenorten haben viele Geschäfte bis in den Abend und auch am Wochenende geöffnet. In der Mittagshitze legen kleinere Läden teils eine Pause ein; größere Center sind durchgehend geöffnet.
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