Halloumi Käse
Halloumi (zyprisch-griechisch Halloúmi, türkisch Hellim) ist der Nationalkäse Zyperns: ein fester, salziger Halbhartkäse aus Schaf- und Ziegenmilch, oft mit etwas Kuhmilch und einem Blatt Minze. Sein Geheimnis ist der hohe Schmelzpunkt – er schmilzt beim Erhitzen nicht, sondern lässt sich grillen, braten oder frittieren. Seit 2021 trägt er die EU-geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.).
| Herkunft | Zypern |
| Andere Namen | Halloúmi (gr.), Hellim (tr.) |
| Käsetyp | Halbhartkäse, salzig in Lake gereift |
| Milch | Schaf- und Ziegenmilch, oft mit Kuhmilch |
| Besonderheit | Schmilzt nicht – grill- und bratbar |
| Würzung | klassisch mit frischer Minze |
| Schutzstatus | EU-Ursprungsbezeichnung (g.U.) seit 2021 |
Was ist Halloumi?
Halloumi ist der bekannteste Käse Zyperns und gilt als kulinarisches Wahrzeichen der Insel. Es handelt sich um einen festen, leicht gummiartigen Halbhartkäse, der in Salzlake gereift wird und dadurch seinen typisch herzhaften Geschmack erhält. Die außergewöhnliche Käsespezialität hat inzwischen in aller Welt Liebhaber gefunden: Zypern exportiert große Mengen nach England und in die arabischen Staaten.
Auf Zypern hat Halloumi eine lange Tradition, die bis in die Zeit der venezianischen Herrschaft zurückreicht. Auf Griechisch heißt er Halloúmi, auf Türkisch Hellim – ein Käse, der beide Bevölkerungsgruppen der Insel verbindet. Charakteristisch ist das mit eingefaltete Minzeblatt, das dem Käse Aroma verleiht und früher auch der Haltbarkeit diente.
Auch in Deutschland ist die Nachfrage in den letzten Jahren stark gestiegen. Viele Verbraucher haben den Halloumi während ihres Zypern-Urlaubs kennen- und schätzen gelernt und finden ihn heute immer öfter im Lebensmittelhandel und in Feinkostgeschäften.
Woraus wird Halloumi gemacht und warum schmilzt er nicht?
Halloumi wird traditionell aus einer Mischung von Schaf- und Ziegenmilch hergestellt, häufig ergänzt durch einen Anteil Kuhmilch. Der Grund, warum er beim Erhitzen nicht zerläuft, liegt in seiner Herstellung: Der frische Käsebruch wird in heißer Molke gekocht, bevor er gesalzen und gefaltet wird. Durch dieses Erhitzen verändert sich die Eiweißstruktur so, dass der Käse einen ungewöhnlich hohen Schmelzpunkt bekommt.
Das Ergebnis ist einzigartig: Auf dem Grill oder in der Pfanne wird Halloumi außen goldbraun und knusprig, behält im Inneren aber seine feste Form und zerfließt nicht. Genau diese Eigenschaft macht ihn weltweit zu einem beliebten Grill- und Brat-Käse – auch in der vegetarischen Küche, wo er oft als sättigender Hauptbestandteil dient.
Wie isst man Halloumi?
Was den Halloumi von anderen Käsesorten unterscheidet, ist die Vielfalt seiner Zubereitungsmöglichkeiten. Er lässt sich frisch, gebraten, gegrillt, frittiert oder gekocht genießen. Auf Zypern gehört er fest zur zyprischen Küche und erscheint in fast jeder Meze-Tafel. Wer ihn nachkochen möchte, findet in unseren Zypern-Rezepten passende Ideen, etwa für Blätterteigtaschen mit Halloumi.
Gegrillter Halloumi
Schneiden Sie ihn in ca. 1,5 cm dicke Scheiben und legen Sie ihn leicht eingeölt auf den Grill. Sobald die Unterseite schön goldbraun wie ein Steak aussieht, wenden Sie den Käse und grillen ihn von der anderen Seite. Danach sollten Sie ihn gleich servieren.
Was bedeutet die geschützte Ursprungsbezeichnung?
Seit April 2021 ist Halloumi (Hellim) als geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) in der Europäischen Union eingetragen. Das bedeutet: Nur Käse, der nach festgelegten Regeln auf Zypern produziert wird, darf offiziell den Namen Halloumi tragen. Damit ist der Käse rechtlich auf einer Stufe mit Produkten wie Parmaschinken oder Feta.
Die Eintragung legt unter anderem fest, dass der Käse auf Zypern hergestellt werden muss und einen Mindestanteil an Schaf- und Ziegenmilch enthält. Bemerkenswert ist, dass die g.U. für die gesamte Insel gilt und damit Hersteller im griechisch- wie im türkisch-zyprischen Teil einbezieht – ein seltener gemeinsamer Nenner. Für Verbraucher ist das g.U.-Siegel eine Garantie für Herkunft und traditionelle Herstellung.
Wo bekommt man echten Halloumi?
Echten zyprischen Halloumi mit g.U.-Status erkennt man am entsprechenden EU-Siegel und am Hinweis auf die Herkunft Zypern auf der Verpackung. Im Supermarkt und in Feinkostgeschäften ist er in Deutschland inzwischen weit verbreitet, oft vakuumiert in Salzlake. Achten Sie auf die Zutatenliste: Klassischer Halloumi enthält Schaf- und Ziegenmilch sowie häufig Minze.
Am authentischsten schmeckt der Käse natürlich vor Ort. Wer die Insel bereist, sollte Halloumi frisch vom Markt oder in einer Taverne probieren – Anregungen für eine Reise liefert unsere Übersicht der Zypern-Reiseziele. Mehr über Spezialitäten und Tischkultur der Insel lesen Sie im Bereich Essen und Trinken auf Zypern.
Häufige Fragen zu Halloumi
Warum schmilzt Halloumi nicht?
Bei der Herstellung wird der Käsebruch in heißer Molke gekocht. Dadurch verändert sich die Eiweißstruktur, und der Käse erhält einen sehr hohen Schmelzpunkt. Er wird beim Grillen oder Braten außen goldbraun, behält aber seine feste Form.
Aus welcher Milch wird Halloumi gemacht?
Traditionell aus einer Mischung von Schaf- und Ziegenmilch, häufig ergänzt durch etwas Kuhmilch. Klassisch wird er mit einem Blatt frischer Minze gewürzt.
Ist Halloumi geschützt?
Ja. Seit 2021 trägt Halloumi (Hellim) die EU-geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.). Nur auf Zypern nach festen Vorgaben hergestellter Käse darf offiziell so heißen.
Wie isst man Halloumi am besten?
Am beliebtesten ist er gegrillt oder in der Pfanne gebraten, bis er goldbraun ist. Er passt zu Salat, Gemüse, Melone oder als Teil einer Meze und lässt sich auch frisch oder gekocht genießen.
Entdecke mehr über die kulinarische Tradition der Insel im Bereich Essen und Trinken auf Zypern, stöbere durch unsere Zypern-Rezepte wie die beliebten Blätterteigtaschen mit Halloumi oder plane gleich deine Reise zu den schönsten Reisezielen Zyperns.




