Zwei neue Grenzübergänge auf Zypern

Auf der seit 1974 geteilten Insel Zypern sind nun zwei neue Grenzübergänge eröffnet worden. Die Eröffnung dieser neuen Grenzübergänge kann als vertrauensbildende Maßnahme verstanden werden, die eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über die Wiedervereinigung der Insel ermöglichen soll.

Satellitenansicht Zyperns von der NASA.

Der griechische Norden und der türkische Süden der Insel Zypern erhalten durch die beiden neuen Grenzübergänge neue Verbindungen. Nach einer Vermittlung durch die UNO hatten sich der zyprische Staatschef Nicos Anastasiades und der Präsident der lediglich durch die Türkei anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci, auf die Eröffnung der beiden neuen Grenzübergänge geeinigt.

Diese Maßnahme kann als vorsichtige Annäherung der beiden Teile der seit 44 Jahren geteilten Insel, deren Hauptstadt Nikosia ebenfalls geteilt ist, verstanden werden. Erste Einwohner passierten die Übergänge bereits.



Cobalt stellt Betrieb ein: Etliche Passagiere mussten in Larnaka ausharren

Flugzeug
Cobalt Air stellt den Betrieb ein.

Die größte zyprische Fluggesellschaft Cobalt Air, die bisher mehrheitlich von chinesischen Investoren finanziert wurde, stellte am 17.10.2018 überraschend und ohne Vorankündigung den Betrieb ein. Etliche Passagiere saßen am Flughafen von Larnaka fest.

Der Grund für die plötzliche Betriebseinstellung besteht in finanziellen Problemen. Grigoris Diakos, der Chef der Fluglinie, gab im Rundfunk zu Protokoll, das Kapitel für das weitere Aufrechterhalten des Betriebs habe gefehlt, weshalb dieser eingestellt worden sei.

Reisende wurden nicht informiert und mussten die Nacht teilweise am Flughafen von Larnaka verbringen. Personal von Cobalt war nicht vor Ort. Andere Fluglinien boten den gestrandeten Passagieren Flüge zu vergünstigten Konditionen an. Die Regierung Zyperns kündigte darüber hinaus an, die Kosten der Rückreise für alle Passagiere, die von dem Vorfall betroffen waren, erstatten zu wollen.

Bei der Fluglinie Cobalt handelt es sich um eine Fluggesellschaft, die mit sechs gemieteten Flugzeugen 22 Ziele anfliegt, die sich überwiegend im östlichen Mittelmeerraum befinden. Auch einige westeuropäische Ziele – unter anderem Düsseldorf und Frankfurt – werden bzw. wurden von Cobalt angeflogen. Cobalt existiert seit 2015 und ersetzte Cyprus Airways, die die Finanzkrise auf Zypern nicht überstand und 2015 aufgelöst wurde.

Paphos: Urlaubsort mit historischer Vergangenheit

Die Hafenstadt Paphos an der Ostküste Zyperns zählt zu den abwechslungsreichsten Urlaubsorten der Mittelmeerinsel. Mit ihrer historischen Vergangenheit, die bis in die Bronzezeit reicht und ihrem kulturellen Reichtum übertrifft Paphos viele andere Städte der Insel. Der Ferienort, in dessen Umgebung sich zahlreiche Bananenplantagen befinden, wird vorwiegend von Kulturinteressierten Urlaubern besucht und ist der ideale Ausgangspunkt für die Entdeckung der unter Naturschutz stehenden Akamas-Halbinsel. Die Region um Paphos ist für ihr mildes Klima und ihre landschaftliche Vielfalt bekannt.

Mildes Klima, landschaftliche Vielfalt und komfortable Hotels

Straße zum Meer in Paphos – Zypern

Geschützt durch die Ausläufer des Troodos-Gebirges herrscht an den meisten Tagen sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen. Die Stadt Paphos besteht aus dem Altstadtbezirk Ktima-Paphos und dem am Hafen gelegenen Kato-Paphos, wo die meisten Hotels liegen. Als Urlaubsstadt verfügt Paphos über moderne Apartmentanlagen, gemütliche Pensionen und Luxushotels. Zu den Infos über Urlaub in Paphos geht es hier. Zu den Top-Angeboten auf Zypern zählen komfortable Hotels und Ferienanlagen in Paphos für Alleinreisende, Paare und Familien. Die Altstadt, die circa zwei Kilometer von der Küste entfernt auf einem Hügel thront, ist durch eine regelmäßig verkehrende Buslinie mit dem Hafenviertel verbunden. Der Bereich um den Hafen war bereits im 4. Jahrhundert vor Chr. bewohnt, als die antike Stadt Nea Paphos, die zur Römerzeit Hauptstadt der Provinz Zypern war, gegründet wurde. Geschichte und Moderne sind in Paphos untrennbar miteinander verbunden. Neben modernen Geschäftsgebäuden, Shopping-Malls und Villen mit Glasfronten befinden sich die antiken Ausgrabungen im Archäologischen Park, die von der Jahrtausende alten Geschichte der Stadt zeugen. Der Überlieferung zufolge ließ Agapenor von Tegea, der sich auf dem Rückweg von Troja befand, in Paphos zu Ehren der Göttin Aphrodite einen Tempel errichten. Von einer Siedlung aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. sind zahlreiche Grabfunde und Ausgrabungen erhalten. In der Geschichtsschreibung wurde Paphos erstmalig durch eine Inschrift auf der Kition-Stele erwähnt. Diese stammt aus der Epoche des Assyrerkönigs Asarhaddon zwischen 680-669 v. Chr. Der letzte König von Paphos, Nikokles, machte Nea Paphos im Jahr 321 v. Chr. zu seiner Hauptstadt. Nachdem Zypern unter Ptolemaios von den Ägyptern erobert wurde, waren die Könige von Paphos gezwungen, sich auf das Amt des Hohepriesters im Aphrodite-Tempel zu beschränken.

UNESCO-Weltkulturerbe: die berühmten Königsgräber von Paphos

Der römische Kaiser Augustus ließ während seiner Amtszeit Statuen von sich, seiner Gattin und anderen Familienmitgliedern im Aphroditetempel errichten. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im heutigen Paphos zählen das mittelalterliche Kastell, die aus dem 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. stammenden römischen Häuser mit ihren wertvollen Bodenmosaiken und die Königsgräber, die als Grabstätten der Könige und hochrangiger Persönlichkeiten der Oberschicht im 3. Jahrhundert dienten. Das gesamte Areal wurde von der UNESCO im Jahr 1980 zum Weltkulturerbe erklärt. Geschichtlich interessierten Urlaubern wird ein Besuch im Archäologischen Museum empfohlen, wo eine umfangreiche Sammlung zypriotischer Altertümer aus der Region von Paphos zu sehen ist. Gegenstände aus byzantinischer Zeit sowie byzantinische Ikonen aus dem Mittelalter sind im Byzantinischen Museum ausgestellt. Das Ethnografische Museum beherbergt eine Privatsammlung von Relikten aus unterschiedlichen Epochen von der Jungsteinzeit bis zum aktuellen Jahrhundert. Die wichtigste Ausgrabungsstätte umfasst ein großes Areal mit in den Fels gehauenen, unterirdischen Königsgräbern. Die meisten sind mit dorischen Säulen verziert. Prächtige Bodenmosaike können beim Besuch der Häuser von Theseus und Aion beim Hafen in Kato Paphos entdeckt werden. Die Villen, die im 3. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurden, zählen zu den schönsten Prachtgebäuden im östlichen Mittelmeerraum.

Radisson-Blu eröffnet Hotel auf Zypern

Die Hotelkette „Radisson Blu“ eröffnet ihr erstes Haus auf Zypern. Das im Stadtzentrum Larnakas gelegene Hotel kann ab sofort besucht werden.

Promenade Larnaka
Die Promenade in Larnaka

Im Herzen des Stadtzentrums von Larnaka gelegen bietet das „Radisson Blu“ nicht nur einen herrlichen Blick auf das Meer, sondern auch beste Möglichkeiten, die Stadt und ihre Umgebung zu besichtigen. Das Hotel verfügt über 106 Zimmer und Suiten, die allesamt in modernem Design und mit lokalen Akzenten gestaltet wurden. Jedes Zimmer verfügt über einen Balkon mit Blick auf die Küste und den dort befindlichen Hafen.

Ein im Freien befindlicher Swimmingpool und ein Fitnesscenter sorgen indes für sportliche Abwechslung im Zypern-Urlaub. Auch kulinarisch interessierte Gäste dürfen sich freuen: Im fünften Stock des Hotels befindet sich ein Restaurant, das internationale und lokal inspirierte Gerichte anbietet. Neben diesem Restaurant verfügt das neue Hotel über drei verschiedene Bars – eine befindet sich im sechzehnten Stock.

Auch für geschäftliche Anlässe steht das „Radisson Blu“ auf Zypern zur Verfügung. Kunden können den aus fünf Tagungsräumen und einem Konferenzsaal bestehenden Veranstaltungsbereich des neuen Hotels mieten.

Türkei will Militärbasis auf Nordzypern errichten

Einige Länder nutzen den Krieg in Syrien als Vorwand, ihre militärischen Präsenzen im Mittelmeer auszubauen. Strategisch wichtig liegt das politisch geteilte Zypern nur rund 100 Kilometer vor der Küste Syriens. Daher will nun die türkische Marine eine Militärbasis in Nordzypern errichten, wie Zeitung Yeni Safak berichtet.

Flugzeugträger
Die Türkei will ihre Präsenz im Mittelmeer ausweiten.

Der Stützpunkt soll die Souveränität der Türkischen Republik Nordzypern sicherstellen und gleichzeitig die türkischen Interessen im östlichen Mittelmeerraum sowie im Zypern-Konflikt wahren. Die türkische Militärbasis soll ähnlich organisiert sein wie die britischen Stützpunkte Akrotiri und Dekelia. Denkbar wäre ein Wiederaufbau des Luftstützpunktes Geçitkale, auf dem zuvor F16-Jets stationiert waren.

Ebenfalls strittig: Aufgrund ihrer Lage kontrolliert Zypern den Suezkanal, dem als Teil der Öl- und Handelsroute zwischen Mittelmeer und Indischem Ozean eine besondere Rolle zukommt. Mehr als die Hälfte der weltweiten Erdölvorkommen werden hierüber transportiert und kommen zwangsläufig an Zypern vorbei. Auch da wird die Türkei ein Wörtchen mitreden wollen.

1974 kam es zur Invasion türkischer Truppen auf Zypern, daraus entstand 1983 die bis heute international nicht anerkannte Türkische Republik Nordzypern. Die Hauptstadt Nikosia ist die letzte geteilte Hauptstadt der Welt. Die Grenze zwischen griechischem und türkischem Teil kann jedoch von EU-Bürgern sowie von Zyprern problemlos passiert werden.

Ein Amphitheater für Agía Nápa

In Agía Nápa wird ein Amphitheater mit 2500 Sitzplätzen gebaut. Das etwa 3 Millionen Euro Projekt soll dem beliebten Ferienort dabei helfen, den Titel Kulturhauptstadt 2030 zu erlangen. Die Baugenehmigung soll in den nächsten Monaten erteilt und die Ausschreibungen gestartet werden.

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Lárnaka: Tourismusbehörde setzt auf Schönheitskorrekturen

Wer in den nächsten Monaten an die Südostküste Zyperns reist, dürfte auf ein verändertes Stadtbild treffen: Die Tourismusbehörde von Lárnaka ließ nämlich verkünden, dass sie ab sofort die optische Verschmutzung der Küstenstadt durch übermäßige und ästhetisch wenig ansprechende Werbung beenden würde, indem sie standardisierte Schilder verpflichtend einführt. Weiterlesen (…)

Badespaß im WaterWorld in Ayia Napa

Badeurlaub auf Zypern

Auf Zypern ist die Badesaison in vollem Gange, allerhöchste Zeit auf die WaterWorld in Ayia Napa aufmerksam zu machen. Der größte Wasser-Themenpark Europas befindet sich im Mittelmeer! 35 Attraktionen sind über eine Fläche von etwa 100.000 m² verteilt und bieten eine actionreiche Alternative zum Aufenthalt am Strand. Wer im Urlaub auf Zypern Wert auf Abwechslung legt, ist hier genau richtig. Wie die Namen der unterschiedlichen Rutschen bzw. Bereiche verraten, nimmt alles Bezug auf die griechische Mythologie. Bei Bezeichnungen wie „Blitzrutsche des Zeus“ oder „Fall des Ikarus“ kann einem schon Angst und Bange werden. Doch Halt, so schlimm kann es nicht sein, sieht man die vielen Kinder heruntersausen. Wagt man sich in die Blitzrutsche des Zeus, rutscht man aus 18 m Höhe dem Wasserbecken entgegen. Für Orientierungslosigkeit sorgen verdunkelte Kurvenabschnitte. Auch der „Fall des Ikarus“ hat es in sich. Hier holen die Nutzer während einer Abfahrt auf Reifen ordentlich Schwung, bevor es eine Rampe fast senkrecht wieder nach oben geht, um anschließend „herabzustürzen“.

Aufregende Rutscherlebnisse

Begeben sich Badegäste auf die „Suche nach Herakles“, legen sie sich mit einem seiner Feinde, der Hydra, an. Zwei Rutschen winden sich schlangengleich vom Turm der Erde entgegen. Mal schauen, wer zuerst unten ankommt: man selbst oder der Rutschpartner? Spaß beim Rutschen ist auch bei der Nutzung der sogenannten „Wagenrennenrutsche“ garantiert. Bei dieser Mattenrutsche sausen bis zu vier Personen nebeneinander auf getrennten, wellenförmigen Bahnen 70 m hinunter. Bei „Aeolos Whirlpool“ geht es für die Badegäste in Windungen in Richtung Loch eines Trichters. Dort ankommen, plumpsen sie in das darunter befindliche Becken. Spaß für die ganze Familie winkt bei einer Fahrt in „Apollo´s Plunge“. Die Röhre der klassisch aussehenden Wasserrutsche ist so breit, dass „Streitwagen“, also besonders große Reifen mit Platz für mehrere Rutscher, hindurchpassen. Gaudi auf 124 m Länge. Um weiter attraktiv und konkurrenzfähig zu sein, hat die Waterworld übrigens vier neue Attraktionen in der Schublade, die in den nächsten Jahren verwirklicht werden sollen.

Weitere Attraktionen in der WaterWorld

„Minotaurus Labyrinth“ stellt Kinder vor die Herausforderung, an Seilen eine glitschige, aber weiche Glocke hochzuklettern. Oben angekommen können sie nach einem Hüpfer herunterrutschen und einen neuen Versuch wagen. Auch bei „Atlantis Pool“ wird ein bisschen Geschick verlangt. Über Rosenblätter und Baumstämme balancierend wird versucht, das andere Ende vom Wasserbecken zu erreichen. In „Poseidons Wellenbad“ tanzen die Wasserparkbesucher zwischen Wellenbergen auf und ab. Entspannt geht es in „Odysseus Fluss“ zu. Bei niedriger Reisegeschwindigkeit treibt man mit Gummireifen übers Wasser. Auf Entspannung und kleine Kinder zugeschnittene Angebote gibt es ebenso. In „Afrodites Bad“ kann man es sich auf Sprudelliegen liegend, gut gehen lassen. Eltern und Kinder haben im „Trojanischen Pferd“ gemeinsam Spaß. Hierbei handelt e sich um einen Spielturm mit vielen Wassereffekten, von denen ein riesiger Wasserkübel, der seinen Inhalt unter die darunter Stehenden ergießt, der spektakulärste ist. „Danaides Kinderspielplatz“ ist ein weiterer Bereich für die Kleinen mit unterschiedlichsten Wassereffekten. Wer bei so viel Bewegung irgendwann hungrig wird, nutzt die gastronomischen Angebote.

Gastronomie und Eintrittspreise

Ihren Hunger und Durst können die Gäste des Wasserparks gleich in mehreren Restaurants stillen. Dionysos Temple Restaurant ist das Hauptrestaurant des Spaßbads. Homer´s Burger Palace, Minotaur´s Pizza, Sirens Fish & Chips und eine Creperie decken andere Vorlieben ab. Bei der Wärme auf Zypern kann außerdem ein Eis in der WaterWorld nicht schaden. Wer beim Essen gut zulangt, sollte ein bisschen warten oder es sachte angehen, wenn es wieder zurück ins Wasser geht. Beruhigend zu wissen, dass im Park 50 Rettungsschwimmer angestellt sind. Alle, die sich den Riesenspaß im WaterWorld nicht entgehen lassen möchten, haben für 38 Euro Eintritt die Gelegenheit dazu. Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren zahlen 24 Euro. Unter zwei Jahren ist die Nutzung kostenlos.

Seepatrouille überwacht in Limassol die Sauberkeit

Die Stadt Limassol hat eine See- und eine Landpatrouille eingeführt, die die Sauberkeit überwachen soll. Von Mai bis September sind nun täglich zwei Schiffe auf dem Meer unterwegs, um Verschmutzungen zu verhindern und zu bekämpfen. Außerdem werden an der Uferpromenade Patrouillen durchgeführt, die die Sauberkeit an Land gewährleisten sollen.

Carmel Strand Zypern
Damit Zyperns Strände auch weiterhin sauber bleiben.

Die patrouillierenden Schiffe stammen teils von privaten Unternehmen, teils von den Behörden. Sie sollen dafür sorgen, dass Verschmutzungen beseitigt werden, bevor sie die Badestellen erreichen. Sobald Verunreinigungen entdeckt werden, sollen mikrobiologische Tests durchgeführt werden, um eventuelle gesundheitliche Risiken auszuschließen. Des Weiteren sollen regelmäßig Kontrollen im neuen Hafen von Limassol durchgeführt werden. Bei den Prüfern stehen vor allem die Abwassersysteme der verankerten Schiffe auf dem Plan.

Normalerweise ist Zypern für seine wunderschönen, kilometerlangen sowie sauberen Strände und die sehr gute Wasserqualität bekannt. So erhält die Insel für einige Gebiete regelmäßig das Gütesiegel die Blaue Flagge von der unabhängigen Organisation Foundation for Environmental Education (FEE). Allerdings hatten kürzlich einige Badegäste die Qualität des Wassers zu beanstanden. Die Winterschwimmgruppe „Akti Olympion“ hatte sogar 200 Unterschriften gesammelt, um eine Beschwerde bei den europäischen Institutionen, die dafür zuständig sind, einzureichen. Der Bürgermeister und die Behörden haben aber reagiert und setzen sich verstärkt für die Sauberkeit ein. Der Verein will deshalb noch mit seiner Klage warten, um der Maßnahme eine Chance zu geben. Die Patrouillen leisten bereits gute Arbeit.

Kunstraub: Zypern kämpft um Rückführung kulturellen Erbes

Zypern hat bis heute mit großen Kunstrauben zu kämpfen. Nach der türkischen Invasion 1974 wurden tausende wertvolle Kunstgegenstände aus dem Land geschmuggelt. Mehr als 500 Kirchen und Klöster wurden ausgeraubt und ihre Ikonen, Fresken, Mosaiken und liturgischen Gegenstände wurden in etliche Länder verstreut. Auch aus Museen, Privatsammlungen und Raubgruben wurden Kunstschätze gestohlen und ins Ausland verkauft. Noch bis heute werden in den Auktionshäusern und Kunstsammlungen der ganzen Welt zyprische Kunst verkauft oder ausgestellt, die eigentlich in die Museen Zyperns gehört. Daher bemüht sich der zyprische Archäologische Dienst noch immer um die Rückführung der kulturellen Schätze. Vor kurzem ist es ihnen gelungen zwei Gegenstände aus Deutschland wieder zurück in die Heimat zu führen.

Antiker Krug
Zypern kämpft um die Bewahrung des kulturellen Erbes.

Zypern bringt Kunstschätze nach Hause

Ende März wurden dem zyprischen Botschafter in Berlin zwei kleine Schätze übergeben, die nun wieder zurück nach Hause gebracht werden sollen: Eine kleine Figur und eine Schale. Bei der Figur handelt es sich um die Statuette eines Kriegers aus dem 7. Jahrhundert. Die Schale ist noch älter: Mit ihren 4.000 Jahren stammt die Schale aus der Bronzezeit. Beide Gegenstände stammen nachweislich aus einer Sammlung aus Nordzypern, die geplündert und ins Ausland geschmuggelt wurde.

Nach einem schwierigen Gerichtsprozess und der Einschaltung des Auswärtigen Amtes sowie dem deutschen Kultusministerium gelang es die deutschen Galeristen zu überreden, beide Artefakte wieder zurückzugeben. Und das sogar unentgeltlich. Anfang Mai durften die Gegenstände nun von einer zyprischen Archäologin in Berlin abgeholt werden. Dieser Erfolg reiht sich in die Reihe von 173 erfolgreich zurückgeführten Ikonen, Fresken und Mosaiken ein, die ihren Weg zu ihrem ursprünglichen Eigentümer zurück gefunden haben. All diese Gegenstände sind mittlerweile in den zyprischen Nationalmuseen wieder zu bewundern und für Besucher und Touristen immer wieder ein kulturelles Highlight.

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