Kloster Machairás

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Kloster Machairás

Öffnungszeiten

    • Mo, Di, Do 9-12 Uhr
    • (allerdings nur für Männer)

Eines der großen Klöster Zyperns,
Macht und Pracht des untergegangenen Byzanz sind hier erhalten geblieben
.
Während der Herrschaft der Ottomanen hielten die Mönche hier das alte Griechentum am Leben und unterhielten eine Schule für die Kinder der Griechenzyprioten. Schon wegen der Fahrt durch die schöne Landschaft ist der Besuch dieses Klosters lohnend. Woher das Kloster seinen Namen „Machairás“ (Messer) hat, ist nicht gesichert. Eine der Theorien lautet, dass der Name „Machairás“ von dem eisigen und schneidenden Wind herrührt, der hier oben gelegentlich weht. Nach einer anderen Version hatten die Eremiten Ignatius und Neofytos 1172 eine von einem großen Messer oder Schwert bewachte Ikone der Muttergottes entdeckt. Um zur Ikone zu gelangen, bekamen die Mönche von „göttlicher Hand“ ein Messer, mit dem sie das Gestrüpp rund um die Höhle zerschnitten. Diese Szene ist auf den beiden großen Mosaiken beiderseits der Kirchentür dargestellt.

Aufgrund des Fundes erhielten die Einsiedler von Kaiser Manuel Komnenos Ländereien, um hier das Kloster zu bauen. Viele Klostergründungen Zyperns basieren auf der wundersamen Entdeckung einer Ikone. Das hat einen ganz realen Hintergrund: Während der arabischen Überfälle zwischen dem 8. und dem 10. Jh. und unter der Herrschaft der katholischen Franken vom 12. bis zum 15. Jh. mussten viele Kultgegenstände der orthodoxen Kirche versteckt werden. Im Laufe der Zeit wurden sie dann vergessen, um dann irgendwann wieder gefunden zu werden.

Ebenfalls einen realen Hintergrund hat die Wunder wirkende Ikone der Jungfrau von Machairás. Sie soll nämlich vor Seuchen schützen. Einst zog sich der Adel während der Herrschaft der Franken in dieses Kloster zurück, wenn in Nikosía Seuchen wüteten. Unter anderem im 14. Jh. der fränkische König Jaques I., der hier mit seiner Familie der Pest entkommen wollte. Abseits der Seuchenherde der Stadt blieben sie im gesünderen Tróodosklima vor Ansteckung verschont – die Panagia hat geholfen.

1892 wurde das Kloster durch einen Brand zerstört, ein Schicksal, das es mit anderen Klöstern teilt. Die segenspendende Ikone entging der Feuersbrunst wie durch ein Wunder. Noch immer ist sie ein beliebtes Pilgerziel, da sie angeblich die Heilung von Wunden beschleunigt und für Regen sorgt. Um von Krankheiten verschont zu werden, zeichnen die Gläubigen mit dem oben erwähnten Messer ein Kreuz auf den befallenen Körperteil, auch bei Taufen werden Kinder durch ein mit dem Messer geschlagenes Kreuz vor zukünftigen Krankheiten bewahrt.

Wie um viele Klöster Zyperns, rankt sich auch um dieses eine nette Geschichte: eines Tages kam ein Geschäftsmann mitsamt seiner Arbeiterkolonne ins Kloster. Er wollte wissen, wo denn der Marmorbruch zu finden sei. Sehr zum Erstaunen der Mönche, die nicht einen einzigen Stein- oder Marmorbruch in der Gegend kannten. Doch der Geschäftsmann bestand auf seiner Frage, hätte er doch in Büchern gelesen, dass es hier Marmor gebe. Plötzlich ging den frommen Männern ein Licht auf: die Rede war von der weißen Marmorplatte, auf der sie, während sie für Regen beteten, Weihrauch brannten.

Etwas weiter talabwärts gedenken die Zyprioten mit einer etwas bombastischen Statue eines Nationalhelden. Der EOKA-Widerstandskämpfer Grigoris Afxentiou versteckte sich hier (nachdem er von einem Bauern verraten worden war) mit dem Schwur: „Ich ziehe es vor, wie ein Hellene zu kämpfen und zu fallen.“ Durch einen von den Briten gelegten Brand starb er dann hier am 3. März 1957. Im Kloster wurde ein Raum eingerichtet, in dem die persönlichen Gegenstände und Fotos des Freiheitshelden ausgestellt sind. Seit kurzem gibt es auf dem Weg zum Machairás-Kloster ein weiteres Denkmal für Grigoris Afxentiou, das von weitem einer Haifischflosse ähnelt. Unterhalb des Denkmals auf dem Hügel sind auf eine drastische Art die verkohlten Reste des Freiheitskämpfers dargestellt.



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