Kolóssi

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Kolóssi

Öffnugnszeiten

April bis September
täglich von 09:00 – 19:30 Uhr

Oktober bis Mai
täglich von 09:00 – 17:00 Uhr

Hier schlug wahrscheinlich um 1191 Isaac Komnenos nach seiner Flucht vor Richard I. Löwenherz sein Lager auf. Im Jahre 1210 übertrug Hugo I. von Lusignan das umliegende Land dem Johanniter-Orden. Um diese Zeit wurde die erste Verteidigungsanlage gebaut.

Nach dem Fall von Akkon im Jahre 1291 zogen die Johanniter und Templer nach Limassol. Kolóssi wurde Hauptsitz der Johanniter bis zu seiner Verlegung nach Rhodos im Jahre 1310.

Fortan war Kolóssi die „Commandaria“ der Johanniter (wovon sich die Bezeichnung des Dessertweines Commandaria ableitet, der in dieser Umgebung zuerst hergestellt wurde). Kolóssi galt als wohlhabendster Besitz des Johanniter-Ordens, der sein Geld mit der Weinkelterei und dem Anbau und der Verarbeitung von Zuckerrohr verdiente.

1373 mussten sich die Johanniter gegen Angriffe der Genuesen wehren, doch die späteren Mamelucken-Angriffe in den Jahren 1425 und 1426 fügten große Schäden zu. Man renovierte die Burg um die Mitte des 15. Jahrhunderts und ihr gegenwärtiges Erscheinungsbild stammt aus dieser Zeit.

Nahe dem Aquädukt steht ein Machärionbaum (Machahaerium tipu), ein aus Nordamerika stammender, über 160 Jahre alter Baum, der zur Familie der Schmetterlingsblütler gehört. Seinen Namen hat er von seinen messerscharfen Schoten (macheri = Messer). Ritter von Gumppenberg berichtet 1449: „Wir ritten zu einem Hause, das ist der Johannser Herren, da wächst der Zucker, und das Haus heißt Koloss“. Die Burg diente den Johanniterrittern als Zentrale für die Verarbeitung von Zuckerrohr. Von der Zuckerproduktion zeugen noch Reste einer Verarbeitungsstätte, einer Mühle und eines Aquädukts.

Rundgang durch die Burg

  • Erdgeschoss: Hier waren die Lager- und Vorratsräume sowie die Zisternen – bei einer Belagerung dienten sie den Eingeschlossenen zur Versorgung. Diese so wichtigen Räume waren zu früheren Zeiten nur vom Stockwerk oberhalb zu erreichen.
  • Erste Etage: Kapelle und Küchenraum. In einem der zwei Räume sorgte ein Kamin für die Wärme – ein Luxus zu damaligen Zeiten. Links neben dem Eingang befinden sich die Freskenreste einer Kreuzigungsszene mit dem Wappen von Louis de Magnac.
  • Über eine Wendeltreppe kommt man ins zweite Geschoss, wo die Repräsentationsräume des Vorstehers lagen. Große Balkonlöcher in der oberen Wandhälfte zeigen, dass sich hier ein Zwischengeschoss aus Holz befand, dort war wohl das Schlafgemach.
  • Vom Dach des Wohnturms hat man einen herrlichen Ausblick auf’s Meer. Von dort sind auch die Reste des Aquädukts zur Bewässerung der Plantagen zu erkennen.


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