STEPHANOS 


Polis, ZypernBewertung: 4,9
Empfehlung: 100%
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Pólis
Einwohner: ca. 2.000, Höhenlage: Meereshöhe.
Noch zu Beginn der britischen Verwaltung gingen hier an der Küste Piraten und sogar Sklavenhändler ihren Geschäften nach und im Landesinneren sollen Räuber die Reisenden überfallen haben.
Ein britischer Kolonialbeamter bezeichnete 1879 die Einwohner von Pólis als einen Haufen Diebe und Halsabschneider. 1972 schrieb der britische Autor Colin Thubron: „Inmitten ernster Menschen schlenderte ich die Straßen entlang, gesäumt von verlassenen Ladengeschäften und Häusern mit kaputten Dächern ... Es war die einzige Stadt, die ich gesehen habe, in die sich die Eulen abends hineinwagten und von den Dächern riefen“.
1974 dann, als es noch ein geteiltes Deutschland gab, flog Interflug, die staatliche Fluggesellschaft der DDR, einmal wöchentlich von Berlin nach Zypern. Diese Verbindung ab Schönefeld wurde in einem Westberliner Stadtmagazin für damals spottbillige 440 Mark für Hin- und Rückflug beworben. Überwiegend Rucksacktouristen nutzten das Angebot, um auf dem Campingplatz von Pólis in der Bucht von Chrysochous den Sommer zu verbringen. „Unsere Stadt hieß in den 80er Jahren Klein-Berlin, und über jedem zweiten Balkon hingen zum Trocknen Streifenjeans“, sagt Michael Korakas, der Bürgermeister von Pólis.
Heute Pólis als einen Geheimtipp für Alternativurlaub zu beschreiben, würde nicht mehr stimmen. Es gibt auch hier schon eine Fußgängerzone, wo sich ein Café und eine Bar an die andere reihen. Andererseits liegt Pólis im noch immer idyllischen Westen der Insel und das Städtchen konnte sich den provinziellen Charme einer Kleinstadt bewahren.
Umgebungskarte Pólis
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