Zypern unter den Euro-Rettungsschirm?

Autor: Marc Bohländer - Veröffentlicht am 1. August 2011

Die größte Bank Zyperns hält es für unausweichlich, dass das Land bald unter den Euro-Rettungsschirm muss. Die Europäische Union dagegen zeigt sich optimistisch, dass Zypern nicht als nächstes Euro-Land gerettet werden muss. Die Bank of Cyprus erklärte am Montag, der Euro-Staat riskiere durch Untätigkeit seine Fähigkeit zur Refinanzierung.

„Die Konsequenzen werden schnell und umfassend folgen.“, zitiert das Portal Die Presse.com. Die EU-Kommission gab an, dass für Zypern derzeit kein Rettungspaket geplant sei. Eine Sprecherin der Kommission sagte am Montag in Brüssel, dass dies nicht anstehe. Die Behörde zeigte sich zuversichtlich, dass das Land seine Sparpläne erfülle. Laut Verpflichtung muss Zypern in diesem Jahr seine Neuverschuldung auf unter vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken und im kommenden Jahr auf 2,5 Prozent zurückfahren.

Auch die Regierung Zyperns zeigte sich ruhig und sieht die Entwicklung gelassen: bis Dezember sei kein nennenswerter Bedarf an frischem Geld da, so das Finanzministerium in Nikosia. Der Kapitalbedarf bis dahin wird mit rund 650 Millionen Euro beziffert. Im Anschluss werde die Regierung versuchen, neue lokale und internationale Finanzierungsmöglichkeiten aufzutun. Im ersten Halbjahr hat sich laut Regierung das Haushaltsdefizit auf 3,47 Prozent ausgeweitet, die Ausgaben liegen 9,15 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Zypern ist der zweitkleinste Euro-Staat und wurde vergangene Woche von zwei Ratingagenturen in seiner Kreditwürdigkeit weiter herabgestuft.



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