Ist Erdgas der Schlüssel zur Wiedervereinigung Zyperns?

Autor: Marc Bohländer - Veröffentlicht am 14. Juni 2012

Zypern ist in einen türkischen und in einen griechischen Abschnitt geteilt. Die Beziehungen sind nicht gerade entspannt – nun konnte aber ein neuer Faktor den Weg zu einer etwaigen Wiedervereinigung ebnen: Erdgas. Vor der Küste der drittgrößten Insel im Mittelmeer hat man reichhaltige Erdgasvorkommen gefunden.

Gemeinschaftliche Nutzung

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hält es für möglich, dass diese die Bestrebungen beschleunigen, die politische Spaltung Zyperns zu überwinden. Schließlich steht nun im Raum, die Rohstoffe gemeinschaftlich zu nutzen. Vor zyprischen Abgeordneten sagte Van Rompuy bereits Ende Mai, dass dies den Weg zum Frieden ebnen könne. Als Beispiel führte er die Montanunion zwischen Deutschland und Frankreich an. Sie gilt als Wegbereiter der Europäischen Union. Mittels eines Friedensvertrages würden auch türkische Zyprer etwas von dem Erdgas haben, so die Regierung der Insel in Nikosia.

Türkei startet Bohrungen

Im April hatte die Türkei in Nordzypern nach Öl und Gas gebohrt und damit in der Republik Zypern für einige Irritationen gesorgt. Man will rund ein halbes Jahr bohren und dabei bis zu 3.000 Meter tief gehen. Das Staatsunternehmen TPAO hatte sich auf die Suche nach Ölvorkommen gemacht. Seit 1974 ist die Insel im Mittelmeer geteilt. Der Nordteil wird nur von der Türkei anerkannt. Der Süden ist Mitglied der Europäischen Union und vertritt zudem Zypern im Ganzen auf internationaler Ebene.



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