Zypern in der kypro-archaischen Zeit (725–475 v. Chr.)

Während dieser Periode hatte Zypern viele aufeinander folgende Fremdherrscher: zuerst kamen die Assyrer (672–669 v. Chr.), dann die Ägypter (560–525 v. Chr.) und anschließend die Perser (545–332 v. Chr.). Sowohl die Assyrer als auch die Ägypter ließen den zyprischen Königen ihre Macht. Dem Assyrer-König Sargon II. unterwarfen sich für eine Periode von 40 Jahren die zyprischen Könige, die ihm nun tributpflichtig wurden. Danach erreichte Zypern für etwa 100 Jahre Unabhängigkeit.

Um 560 v. Chr. herrschten Ägypter über die Insel, aber nur bis 525 v. Chr. Später gab es, obwohl das griechische Element vorherrschte und die Könige der Stadt Griechen waren, unter den Einwohnern von Amathoús eine Menge Phönizier und Ägypter. Sie verrieten in der Schlacht mit den Kouriern im Jahre 498 v. Chr. ihren König Onesilos und ließen ihn im Stich – der König kam um. Daraufhin hängten sie seinen Kopf außerhalb der Mauern ihrer Akropolis auf. Aber die Götter schickten Bienen, die aus dem heroischen Kopf ihren Bienenkorb machten. Das Orakel befahl daraufhin den Bewohnern von Amathoús, den toten König von Salamis zu ehren, als wäre er ihr eigener halbgöttlicher Held. Ab 545 kam Zypern für 200 Jahre unter persischen Einfluss. Während der Herrschaft der Perser konnten zwar die einheimischen Herrscher ihre Macht behalten, doch mussten sie Abgaben bezahlen und die Perser mit Waffen und Kriegsschiffen beliefern. Trotz der Unterwerfung wuchs der Wohlstand und somit auch die Macht der Stadtstaaten. Das führte zu Autonomiebestrebungen und bis auf Amathoús lehnten sich die Stadtstaaten auf – 498 v. Chr. deklarierten sie ihre Unabhängigkeit von den Persern. Doch die Perser reagierten umgehend: Mit Hilfe der phönizischen Flotte besiegten sie die Zyprioten erneut. 478 v. Chr. befreiten die Griechen mit Hilfe von 50 Schiffen Zypern, das jedoch nach dem Verschwinden der Retter wieder an die Perser zurückfiel.



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