Geschichte Zypern

Zyperns Geschichte im Überblick

8200–3900 v. Chr.

Älteste bekannte Siedlungen.

Um 3000 v. Chr

Schmuckfunde bekunden die Einfuhr von Erzeugnissen der kretisch-minoischen Kultur. Die reichen Kupfervorkommen bringen Wohlstand und Handelsbeziehungen zum Nahen Osten, Ägypten und den Inseln der Ägäis.

1500 v. Chr.

Die Ägypter dringen in Zypern ein.

1400 v. Chr.

Besiedlung Zyperns durch die Achäer vom griechischen Festland. Es folgen weitere Einwanderungswellen der griechischen Dorerstämme und der Griechen aus Kleinasien. Die griechische Kultur und Sprache werden bestimmend.

1050 v. Chr.

Beginn einer wechselnden Herrschaftsgeschichte: Assyrer, Ägypter und schließlich auch Perser beherrschen die Insel.

300 v. Chr.

Nach dem Tod Alexander des Großen, der durch die Vernichtung des persischen Großreiches nebenbei auch Herr über Zypern wurde, beginnt die Herrschaft der Ptolemäer. Zypern wird ägyptische Provinz und erlebt einen starken kulturellen Aufschwung.

58 v. Chr.

Zypern wird ein Teil des Römischen Reiches. Die Insel ist in dieser Zeit sehr wohlhabend und wird später zu einem Zentrum des Christentums.

330 n. Chr.

Durch die Teilung des Römischen Reiches fällt Zypern an Byzanz. Arabische Flotten greifen die Insel immer wieder an, können aber vertrieben werden. Danach kommt es zu einer ruhigen und friedvollen Periode.

1191

Richard Löwenherz erobert die Insel. Der französische Kreuzritter Guy de Lusignan erwirbt Zypern. Während der Herrschaft der Lusignan steigert sich der Wohlstand der Insel. In diese Zeit fällt der Bau zahlreicher gotischer Kirchen.

1489

Nach dem Tod der letzten Königin der Lusignan-Dynastie fällt Zypern an Venedig. Als Bollwerk gegen die türkische Großmacht bauen die Venezianer die vorhandenen Festungen aus.

1570

Die Türken greifen überraschend die Insel an. Nach 10 Monaten standhaften Widerstandes der Festung von Famagusta müssen die griechisch-venezianischen Truppen aufgeben. Die Türken übernehmen die Herrschaft.

1878

Nach dem Niedergang ihrer Macht überlassen die Türken Zypern Großbritannien in einem Pachtvertrag.

1925

Großbritannien erklärt Zypern zur britischen Kronkolonie. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges steigen die Hoffnungen auf Selbstbestimmung.

1955

Die Bewegungen zu einer Vereinigung mit Griechenland verstärken sich. Es kommt zu zahlreichen Terrorakten der griechischen Untergrundbewegung EOKA.

1960

Unabhängigkeitserklärung Zyperns durch die Großmächte. Erzbischof Makarios wird zum Staatspräsidenten gewählt. Die Regierung wird aus türkischen und griechischen Zyprioten zusammengesetzt, es kommt jedoch immer wieder zu blutigen Kämpfen zwischen griechischen und türkischen Zyprioten.

1963

Die bürgerkriegsähnlichen Zustände veranlassen die Vereinten Nationen, Friedenstruppen nach Zypern zu schicken.

1974

Putsch rechtsextremistischer Zyperngriechen gegen Makarios, der ins Ausland fliehen kann. Die Türkei nimmt das zum Anlass, einen Großteil der Insel zu besetzen.

1983

Die türkischen Zyprioten erklären das Gebiet nördlich der Linie Léfkara-Nikosía-Famagusta zur unabhängigen „Türkischen Republik Nordzypern“. Kein Staat der Welt – außer der Türkei – ist jedoch bis heute bereit, den türkisch besetzten Norden der Insel diplomatisch anzuerkennen.

1988

Der neu gewählte Präsident Geórgios Vassilios erklärt sich zu Verhandlungen mit dem zyperntürkischen Präsidenten Denktasch bereit, die jedoch bis 2007 zu keiner wesentlichen Änderung der Verhältnisse geführt haben.

3. Juli 1990

Die Republik Zypern beantragt ihren Beitritt zur Europäischen Union (EU).

1996

Es kommt zu Demonstrationen von griechischen Zyprioten in der Pufferzone bei Famagusta. Am 11. August wird ein griechischer Zypriote von einem Türken zu Tode geprügelt. Ein anderer Zypriote, der die türkische Flagge von einem Mast holen will, wird einige Tage später erschossen. Ciller, die türkische Außenministerin, verteidigt diese Morde.

Ab 1998

Verhandlungen der Europäischen Union mit der Republik Zypern über den EU-Beitritt des Landes.

2004

am 24. April scheitert die Wiedervereinigung Zyperns am Nein der zyprischen Griechen zum Plan des UNO-Generalsekretärs Kofi Annan. Am 1. Mai wird Zypern Mitglied der Europäischen Union.

2008

Neugewählter Präsident beginnt Verhandlungen mit dem Norden wegen Wiedervereinigung. Ledra-Straße wird im April geöffnet.

 
 
 
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